[Rezension] Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano

April 18, 2010

DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN

PAOLO GIORDANO

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Autor:
Paolo Giordano
Originaltitel: La solitude dei numeri primi
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 17. August 2009
Seiten: 364
Verlag: Karl Blessing Verlag
ISBN: 978-3896673978

Hiermit bedanke ich mich beim Karl Blessing Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

KURZBESCHREIBUNG

Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.

Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.

REZENSION

ERSTER SATZ
Alice Della Rocca hasste die Skischule.

In ‚Die Einsamkeit der Primzahlen‚ erzählt der Autor Paolo Giordano die Geschichte von Alice Della Rocca und Mattia Balossino. Beide haben in ihrer Kindheit Schicksalsschläge erleiden müssen, mit denen sie auch in der Zukunft zu kämpfen haben. Auf eher ungewöhnliche Weise lernen die beiden sich kennen und bauen eine sonderbare Beziehung zueinander auf.

Paolo Giordano beschreibt deren Leben in fünf Lebensabschnitten. Man begleitet die Protagonisten von der Kindheit an, bis hin zum Erwachsen sein. Zwischen den Lebensabschnitten sind größere Zeitsprünge vorhanden.

Dem Autor gelingt es, den Leser mit seinem außergewöhnlichen, aber dennoch sehr beeindruckenden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Die Wortspiele und Metaphern sind alle sehr bedeutungsvoll und anschaulich. Man ist schnell in der Geschichte gefangen.

Die Zeitsprünge sind alle sehr gut eingefädelt. Sie kommen sehr plötzlich, dennoch hat man nicht das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben.

Die Handlung der Geschichte ist beeindruckend. Obwohl beide Protagonisten durch ihr Leid etwas gemeinsam haben was sie zueinander zieht, sind sie dennoch nie richtig verbunden. Sie sind trotzdem voneinander getrennt und können sich dem anderen gegenüber nicht öffnen. Sie werden als Primzahlzwillinge beschrieben.

Die Charaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet, auch wenn sie etwas eintönig sind. Ich kann ihr Handeln zwar nachvollziehen, dennoch finde ich es schade, dass der Autor nicht weiter auf die Gefühle der Protagonisten eingegangen ist (Auch wenn ich glaube, dass es in seinem Sinn war, die Charaktere ein wenig oberflächlich zu strukturieren und ihren Kummer und die Verzweiflung anhand von Metaphern und ihren Gedanken zum Ausdruck zu bringen. So kam es jedenfalls bei mir an.)

Ich möchte zum Ende hin noch erwähnen, dass das Buch möglicherwiese nicht jedem entspricht. Die Stimmung ist sehr bedrückt, da die Tragik der Geschichte sich durch das ganze Buch zieht. Ich musste das Buch einige Male zur Seite legen, weil es sehr traurig ist und ich erstmal einen freien Kopf vom Lesen bekommen musste. Denn ich finde auch, wenn man nicht richtig in die Gefühlswelt der Charaktere eingeführt wird, geht einem das Leid der Protagonisten dennoch sehr nahe.

FAZIT
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Ein tragische Geschichte, der es bis zum Schluss nicht an Spannung fehlt.

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4 Responses to “[Rezension] Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano”

  1. Stephie Says:

    Hmm, in der Rezi klingt das ja alles ganz gut. Aber ich bin nicht sicher, ob das was für mich wäre XD

  2. metalherz Says:

    Genau so fand ich das auch. Ich fands echt schade, dass Giordano nicht so sehr auf ihre Gefühle eingegangen ist :3


  3. […] Stern – Nora Roberts (Rezension) 4. Einsamkeit der Primzahlen – P. Giordano (Rezension) 5. Malfuria 1 – Christoph Marzi 6. Splitterherz – Bettina […]


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