[Rezension] Totenbraut – Nina Blazon

Juni 8, 2010

TOTENBRAUT
NINA BLAZON

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Autor: Nina Blazon
Titel: Totenbraut
Genre: Historischer Roman, Fantasy
Erscheinungsdatum: September 2009
Seiten: 429
Verlag: Ravensburger
ISBN: 978-3473353040

Hiermit bedanke ich mich bei Ravensburger für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

KURZBESCHREIBUNG

1731, in den Wäldern Serbiens: Für eine Handvoll Gold wird das Mädchen Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Der rätselhafte Fremde nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof an der Grenze zum Osmanischen Reich. Dort wird Jasna mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lastet. Gibt es in Danilos Familie wirklich einen Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird? Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen, gerät Jasna in den Bann des faszinierenden Duschan. Aber auch er hat ein dunkles Geheimnis …

REZENSION

ERSTER SATZ
Der Fremde klopfte mitten in der Nacht an unsere Tür.

Jasna lebt mit ihren fünf Schwestern und ihrem Vater auf einem Gutshof, welches die Familie alleine führet. Als eines Abends ein reicher Gutsbesitzer ihren Hof erreicht, entschließt er sich die zweitälteste Tochter der Familie an seinen Sohn zu verheiraten. Jasna spricht sich deutlich dagegen aus und muss somit die Konsequenzen tragen: Sie wird stattdessen an den reichen Herrn verkauft und heiratet seinen Sohn Danilo. Gegen ihren Willen wird sie an die Grenze des Osmanischen Reichs zu den drei Türmen, ihrem neuen Heim, gebracht, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen soll. Doch was sie da erwartet, ist viel schlimmer, als Jasna sich je zu träumen gewagt hätte, denn auf dem Hof scheint ein Fluch zu liegen. Und die gesamte Familie scheint von ihm betroffen zu sein – ihr mit eingeschlossen. Sie ist gezwungen mit ihrem Mann Danilo, der sie ebenfalls nicht gut leiden mag, auf dem Hof zu verweilen. Bevor sie überhaupt realisiert, was auf dem Hof vor sich geht, sterben nicht nur Menschen im Dorf, sondern auch die Männer auf dem Hof sind nicht sicher vor dem Fluch…

Ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich positiv überrascht hat. Ich bin ohne große Erwartungen rangegangen, ganz im Gegenteil zu ‚Schattenauge‘, wo ich richtig viel erwartet habe. Ich habe nämlich schon so viel Gutes von Nina Blazon gehört, und auch das sie einen sehr schönen Schreibstil haben soll, aber in Schattenauge habe ich nichts besonderes gefunden und war auch ziemlich enttäuscht von der Handlung. Deswegen waren meine Erwartungen an ‚Totenbraut‘ gleich Null, doch ich wurde wirklich überrascht. Das Buch hat alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche – Action, Finsternis, Romantik und vor allem Spannung! Was mich zu aller Anfang auch skeptisch gemacht hat, war das Thema – vor allem weil es teils historisch ist. Aber auch das hat mich umgehauen, weil für die Geschichte wirklich sehr gut recherchiert wurde und sie so spannend erzählt ist, dass ich es schon wieder interessant fand. Wirklich großartig.

Ein großer Pluspunkt im Buch sind die ganzen magischen und sagenhaften Aspekte. Ich find die abergläubischen Erzählungen und die Zauber und Rituale alle sehr interessant und auch die Märchen und Sagen, die vielleicht nebensächlich erscheinen, aber sehr schöne Passagen schmücken. Es gibt dem Buch etwas besonderes und magisches. Mir hat es einfach hundertprozentig zugesprochen und es gehört zu meinem kleinen Highlight des Buches, weil es wirklich meinen Geschmack getroffen hat.

Die Charaktere sind super. Auch da war ich positiv überrascht, nachdem mir die Charaktere in ‚Schattenauge‘ so gar nicht zugesprochen haben. Doch hier ist es anders, weil ich sie alle als sehr liebenswürdig und tiefgründig empfinde. Mir sind sie sehr ans Herz gewachsen, besonders Jasna, die mich mit ihrer spröden, aber auch sehr mitfühlenden und emotionalen (und auch naiven und abergläubischen) Art für sich gewonnen hat. Ihre Gefühle und Gedanken schienen in den rund 400 Seiten nie übertrieben oder unverständlich und ich konnte mich sehr gut in ihre Situation einfinden.
Aber auch die anderen Charaktere scheinen mit sehr viel Sorgfalt ausgearbeitet zu sein, so wie Duschan (einer meiner Lieblinge). Er ist einfach ein sehr interessanter und meistens humorvoller Charakter, und so jemanden kann jede Geschichte gebrauchen.
Selbst Jasna’s neue Familie auf dem Hof der drei Türme, sind mit so viel Gefühl und Tiefgründigkeit verarbeitet, dass ich sogar sie ins Herz geschlossen habe – besonders Danilo.

Zu Nina Blazon’s Schreibstil kann ich nur sagen, dass er mich diesmal wirklich verzaubert hat. Er hat was Poetisches an sich und Jasna’s Gedanken, Gefühle und vor allem Träume sind so wunderschön beschrieben, dass man sich glatt in den Beschreibungen verlieren könnte. Die Geschichte ist einfach wunderschön zu lesen und bietet umwerfende Schilderungen der Landschaften, aber auch der Märchen, Sagen und auch die abergläubischen Erzählungen haben was märchenhaftes und düsteres an sich.

Ich kann nur wiederholen, dass mich die Autorin mit dem Werk verblüfft hat. Es ist wirklich viel besser, als ich erwartet hätte, da die Geschichte so actionreich und spannend erzählt ist, dass der Leser bis zum Schluss nicht weiß, was sich eigentlich in dem Haus abspielt und wer den nun der Gute oder der Böse ist. Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert.

FAZIT
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Ein Buch voller Märchen und Wahrheiten. Voller Finsternis und Romantik und voller Spannung und Action. Das Buch hat einfach alles, und obwohl ich kein Fan von historischen Romanen bin, hat mich dieses wirklich überzeugt und ich freue mich auf ein neues historisches Werk von Nina Blazon!

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4 Responses to “[Rezension] Totenbraut – Nina Blazon”


  1. Ich habs zwar noch nicht gelesen – langsam glaub ich aber, dass ich echt was verpasse wenn ich es nicht tue xD – wenn du aber mehr Historisches von Nina Blazon lesen willst, kann ich dir „Katharina“ empfehlen. Ein Buch über Katharina die Große, grandios geschrieben, tolle Charaktere, bei denen man die Entwicklung über die Jahre wunderbar verfolgen kann. Also einfach super eben ^^

    • booksloverin Says:

      Ja, von ‚Katharina‘ hab ich auch schon gehört und es wird gleich bestimmt auf meine Wunschliste wandern – genauso wie ‚Der Spiegel der Königin‘ 😀
      Also ich kann ‚Totenbraut‘, wie man es meiner Rezension wahrscheinlich ansehen kann, mit gutem Gewissen weiterempfehlen 😀

  2. Sarah Says:

    Ich fand Schattenauge gar nicht so schlecht, aber Totenbvraut spricht mich schon länger an 🙂 Geht ja auch einmal in eine ganz andere Richtung als „Schattenauge“ es getan hat und ich hab mir fest vorgenommen bei Gelegenheit das Buch mal zu lesen!

    • booksloverin Says:

      Also mir hat es irgendwie nicht so entsprochen. Es war zwar nicht soo schlecht, aber es war irgendwie nicht meins. Aber Totenbraut hat mich dafür begeistert und ich hab jetzt Lust auf nooch mehr.
      Hast du eigentlich Faunblut schon gelesen? Das würd ich nämlich auch noch liebend gerne von ihr lesen, hab aber noch nicht soo viel über das Buch gehört.


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