[Rezension] Schattenschwingen von Tanja Heitmann

August 15, 2010

SCHATTENSCHWINGEN
TANJA HEITMANN

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Autor: Tanja Heitmann
Titel: Schattenschwingen
Genre: Fantasy, Young Adult
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2010
Seiten:
448
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570160671

Hier bedanke ich mich nochmals beim cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG
Seit langem ist Mila von Samuel, dem besten Freund ihres älteren Bruders Rufus, fasziniert. Bannte sie zuerst nur seine ungewöhnliche Ausstrahlung, so kommt kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag eine ganz andere Art der Verzauberung hinzu: Mila verliebt sich in Sam. Und er scheint ihre Gefühle zu erwidern. Doch gerade als sich die beiden näherkommen, passiert etwas Schreckliches. Sam verschwindet und Rufus, der in jener Nacht mit seinem Freund zusammengewesen war, kann sich nur schemenhaft erinnern. Ist Sam von der Klippe gestürzt?
Während alle anderen vom Tod des Jungen überzeugt sind, glaubt Mila, dass Sam noch lebt. Und tatsächlich: An ihrem Geburtstag steht er wieder vor ihr – doch er ist nicht mehr der, der er einmal war. Sam ist eine Schattenschwinge geworden, ein engelsgleiches Wesen – und nur aus Liebe zu Mila ist er in die Welt der Menschen zurückgekehrt …

REZENSION

ERSTER SATZ
Wer die Unendlichkeit vor sich hat, für den ist Zeit nur dann von Bedeutung, wenn man ihren Lauf um jeden Preis beeinflussen will.

Mila ist seit Jahren in Samual verliebt, denn ihn umgibt eine strahlende Aura, die nicht nur Mila wahrnimmt, sondern auch ihr Bruder Rufus. Deswegen will er unbedingt eine Freundschaft mit dem Jungen aufbauen und nimmt damit sehr will auf sich. Als Rufus es dann endlich schafft, engeren Kontakt zu Sam aufzubauen, glaubt Mila, dass sie somit bessere Chancen im Bezug auf Sam bekommt, was sich jedoch schnell als falsch erweist. Denn man fängt als kleine Schwester nichts mit dem besten Freund des Bruders an – feste Regel.
Doch selbst Sam scheint sich nicht viel daraus zu machen, denn er scheint plötzlich Interesse an Mila zu zeigen, was Rufus garnicht passt. Er ist eifersüchtig, weil er weder seine Schwester, noch seinen besten Freund verlieren möchte.
Als Mila und Sam sich dann endlich näher kommen und ein Paar werden, stürzt Sam von den Klippen ins Meer. Mila ist die einzige, die noch daran glaubt, dass Sam am Leben ist. Als er an ihrem Geburtstag plötzlich vor ihr steht, glaubt sie ihren Augen kaum. Sam hat den Sturz überlebt, doch er ist nicht mehr derselbe…

Ich war ehrlichgesagt skeptisch, weil ich nicht viel Positives gehört und mir nicht viel von der Autorin versprochen habe. Aber die Storyline hat sich anders angehört – nicht so vampirmäßig – sondern wirklich anders, und diese Storyline hat mich sofort angesprochen. Und ich wurde positiv überrascht, denn die Story verspricht wirklich sehr viel!

Das Buch beginnt mit einem sehr schön geschriebenen Prolog, der neugierig macht und die Lust aufs Lesen steigert.
Die darauffolgenden Kapitel beginnen sehr langsam und harmonisch. Man wird in die Welt von Mila eingeführt und bekommt einen Einblick in ihre Familie und ihren Alltag. Meistens ist es so, dass ich von solchen Einführungen gelangweilt bin, weil sie einfach lasch sind.
Doch wenn man von Mila’s Familie und ihren Gefühlen gegenüber Sam liest, dann ist es so frisch und jugendlich und aufrichtig, dass es schon wieder Spaß macht es zu lesen.
Nach Sam’s Unfall, kippt die fröhliche und frische Stimmung und Trauer kommt auf. Dann geht es darum, wie Mila versucht mit dem Verlust umzugehen, wie sie nur noch vor sich hinlebt und ihre Familie hinter ihr steht und sie unterstüzt. Es ist sehr emotional, bis Sam plötzlich wieder auftaucht und wieder alles auf den Kopf stellt.
Das Buch ist voller emotionaler Wendungen und verspricht Spannung. Besonders nachdem Sam wieder auftaucht, möchte man wissen, was dahinter steckt.
Ich muss zugeben, dass mir das Buch zu Anfang ein wenig besser gefallen hat, was meiner Meinung aber daran liegt, dass mir dieses normale und jugendliche vielleicht einfach so gut gefallen hat, dass es mir auch als normale Teenager-Lovestory gefallen hätte. Aber ich wusste, worauf ich mich einlasse und kann mich deswegen nicht beklagen.
Ich finde den Einstieg in den ‚Fantasie-Bereich‚ jedoch ein wenig stockend, weil ich mich, wie schon gesagt, an das normale gewöhnt habe.

Was das Buch für mich negativer gestimmt hat, sind die beiden Hauptcharaktere. Mila finde ich wirklich süß, aber je tiefer die Beziehung zwischen ihr und Sam wurde, desto nerviger fand ich sie. Das lag aber wahrscheinlich daran, dass die beiden so versessen aufeinander waren, dass es mich schon wieder aufgeregt hat. Das Mila sofort gereizt darauf reagieren muss, wenn ein anderer Junge sie nur kurz am Arm anfässt, find ich übertrieben und das ging die restlichen Seiten auch weiter so. Sie wirkte plötzlich nicht mehr so süß, sondern richtig verklemmt, was schon wieder nervig war.
Und bei Sam ist es dieser total übertriebene Aufpasserinstinkt, der schon so krankhaft ist, dass ich manchmal nur aufschreien wollte. Dieser Junge hat sich am Ende darüber aufgeregt, dass Mia sich beim Fahrrad fahren fast ein Wehwehchen geholt hat, weil der Junge, der das Fahrrad gesteuert hat, ein bisschen zu viel in die Pedale getreten ist.
Dieses Getue der beiden hat sie mir so unsympathisch gemacht. Da hab ich plötzlich auch auf Kleinigkeiten total gereizt reagiert, denn ich finde die beiden in der Kennenlern-Phase wirklich niedlich, aber danach will ich sie nur noch gegen den Kopf stoßen.
Natürlich
ändert man sich in einer Beziehung , vor allem, wenn der Kerl plötzlich eine Schattenschwinge ist, aber meiner Meinung nach war diese Wandlung ein wenig zu viel des Guten.

Es gibt auch auch Charaktere, die mich im Buch erfreut haben.
Ich glaube, dass Rufus einer der Charaktere ist, der der ganzen Geschichte ein bisschen Pepp gegeben hat. Ich habe einen Narren an ihm gefressen. Zuerst fand ich ihn idiotisch, weil er sich wegen einem Jungen verbiegen will, den er als besten Freund haben möchte. Da dachte ich mir, dass es sich um einen Mitläufer handelt, der keine eigene Meinung hat. Aber je mehr man über ihn liest, desto mehr merkt man, dass er wirklich ’nur‘ ein Freund von Sam sein will und ihn auch in allem unterstützt und für ihn da ist. Das find ich klasse.
Wovon ich aber hin und weg bin, ist sein Humor und seine Einstellung. Ich kann es nicht sagen, aber ich mag diese Typen, die feiern, Mädchen abschleppen und einfach nur Spaß am Leben haben – das mit den Mädchen abschleppen natürlich nur in Büchern ;D Seine Einstellung hat ihn mir jedenfalls sehr sympathisch gemacht!

Der Schreibstil ist süß. Aus Mila’s Sicht ist er sehr weiblich und jugendlich und man bekommt wirklich das Gefühl, dass man es mit einem heranwachsendem Mädchen zutun hat.
Der aus Sam’s Sicht ist ‚männlicher‚, aber ich finde, dass Tanja Heitmann nicht immer der Umsprung von Mädchen auf Junge gelungen ist, weil ich (wegen dem Schreibstil) bei Sam ziemlich oft das Gefühl hatte, ich habe es mit einem Mädchen zutun.
Außerdem hat mich gestört, dass die Charaktere sofort immer alles aussprechen mussten – und dann immer wortwörtlich den Gedanken nachempfunden. Das hat diese Aussagen sehr unnatürlich und falsch wirken lassen.

Im Großen und Ganzen ist ‚SCHATTENSCHWINGEN‚ ein sehr schönes und erlebnisreiches Leseabenteuer, das jedoch einige Schwächen aufzuweisen hat. Diese liegen jedoch mehr an den Charakteren, als an der Story selbst. So empfinde ich es zumindestens.

FAZIT
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Ein sehr schönes Jugendbuch, was besonders der guten Geschichte wegen punktet. Es ist frisch und jugendlich und es macht Lust auf den zweiten Band, der hoffentlich einige Schwächen ausbaden kann!

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