[Rezension] Das Spiel von Krystyna Kuhn

August 19, 2010

DAS SPIEL. DAS TAL SEASON 1
KRYSTYNA KUHN

Image and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPic
Autor: Krystyna Kuhn
Titel: Das Spiel
Genre: Young Adult
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2010
Seiten:
298
Verlag: Arena Verlag
ISBN: 978-3401064727

Reihe:
SEASON 1
Das Spiel (Rezension)
Die Katastrophe (Rezension)
Der Sturm (Rezension)
Die Prophezeiung (Feb. 2011)

Hier bedanke ich mich nochmals beim Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG

Es ist dunkel.
Es liegt mitten im Nirgendwo.
Und es birgt ein schreckliches Geheimnis…

Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die neuen Studenten ihre Ankunft im Grace-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen springt in der Dunkelheit in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen – doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl Angela Finder tatsächlich spurlos verschwunden ist. Aber sie kann nicht in den See gesprungen sein. Denn Angela sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl…

REZENSION

ERSTER SATZ
In einer Höhe von knapp zweitausend Metern wurde Julia vom Quietschen der Bremsen aus dem Halbschlaf gerissen.

Julia und ihr Bruder Robert werden auf ein Eliteinternat nach Kanada geschickt. Dieses Internat befindet sich versteckt in den hohen Bergen, mitten in einem Tal. Um dieses Tal nicht oft verlassen zu müssen, befindet sich auf dem Campus alles, was man zum Leben und fürs Vergnügen braucht. Supermärkte, ein Kino, Schwimmbäder und ein großer See.
Julia fühlt sich vom ersten Moment an eingesperrt. Ihr Bruder, der alles noch viel schlechter einsteckt, bekommt Panikattacken und Albträume. Nachdem Robert bei der Einweihungsparty dann ein Mädchen in den See springen sieht und sie nicht mehr auftaucht, fühlt er sich alleingelassen und betrogen, weil seine eigene Schwester ihm keinen Glauben schenkt und er als Einziger weiß, dass er Recht hat und das sich üble Sachen im Tal abspielen.

Das Buch ist irre. Es ist einer dieser Bücher, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil es einfach so geheimnisvoll und fesselnd ist.
Es ist unheimlich spannend und KRYSTYNA KUHN hat es einfach drauf, alles so verwirrend darzustellen, dass man bis zum Schluss nicht weiß, was eigentlich vor sich geht.
Die Grundidee ist meiner Meinung nach einfach klasse, weil ich ein totaler Fan von Internatsgeschichten bin und mit der Reihe genau ins Schwarze getroffen habe.

Julia ist als Erzählende sehr interssant, weil sie ein Geheimnis zu haben scheint, was sie jedoch zu verdrängen versucht und bis zum Schluss nicht preisgibt. Es war teilweise zum Verrücktwerden, es hat die Geschichte aber umso spannender gemacht.
Julia ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie hat sich wegen ihrer Vergangenheit eine Fassade aufgebaut, von der sie glaubt, dass niemand dahinterschauen kann. Doch da irrt sie sich, denn es gibt jemanden im Tal, der ihr ihre Masche nicht abkauft. Nichtsdestotrotz versucht sie weiterhin alles zu vertuschen und ein neues Leben im Tal zu beginnen, wobei sie keinen guten Start hinlegt.
Mir persönlich ist Julia sehr sympathisch. Ich konnte in den knapp 300 Seiten zwar keine ganz so tiefe Bindung zu ihr aufbauen, aber ich konnte dennoch mit ihr mitfühlen. Das Einzige was ich nicht richtig nachvollziehen kann, ist die Liebesgeschichte. Denn die kommt mir ein wenig zu schnell daher und ist meiner Ansicht auch unglaubwürdig. Der Typ handelt meiner Meinung nach nicht so, wie es zu seinem Charakter passt und die ganze Liebesgeschichte kommt dadurch erzwungen rüber. Das ist aber nur ein kleiner Minuspunkt, der sich in den nächsten Bänden noch ausbügeln lässt.

Neben Julia gibt es natürlich noch andere Charaktere, die eine sehr wichtige Rolle spielen.
Es gibt besser gesagt acht Hauptprotagonisten, die alle grundverschieden sind und alle ihre kleinen oder vielleicht auch großen Geheimnisse haben, was sie so außergewöhnlich und anziehend macht.
Permanent wird man auf die falsche Fährte gelockt und weiß zwischendurch nicht, wem man denn eigentlich vertrauen kann und wem nicht. Dadurch habe ich natürlich auch meine eigene kleine ‚Favoritenliste‘ an Charakteren, die ich persönlich am interessantesten, coolsten oder einfach nur am sympathischsten finde, obwohl man sich selbst nach dem Buch nicht sicher sein kann, ob man mit der Vermutung richtig liegt oder ob der Charakter einfach nur eine gute Fassada hat und KRYSTYNA KUHN einen wieder um die Nase herumführt.
Denn das schafft KRYSTYNA KUHN allemal, denn ich muss zugeben, dass der ‚Bösewicht‘ der Geschichte mir anfangs ein wenig sympathisch war ;D

Der Schreibstil von KUHN ist ausgesprochen gut. Meiner Meinung nach einfach, aber für ein Jugendbuch wie diesem sehr passend. Vorallem scheut sie sich nicht, auch mal das ein oder andere Schimpfwort in die Geschichte einzubauen, was ich gut finde, weil es sehr realistisch rüberkommt. Außerdem baut sie englische Wörter ein, was gut ist, weil es in einem englischsprachigen Internat spielt.
Die Geschichte wird überwiegend aus Julia’s Perspektive erzählt, aber es gibt auch einige Kapitel aus Robert’s, was gut gelöst ist, weil es interessant ist die ganze Situation mal aus einer anderen Sicht zu betrachten. Und es ist schon ein gewaltiger Unterschied es aus Robert’s Sicht zu sehen, weil seine Überlegungen und Gedanken grundverschieden sind und seine Auffassungen noch dazu sehr interessant. Er veranschaulicht alles anhand von mathematischen Beweisen und Formeln.

FAZIT
Image and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPic

Da ich Internatsgeschichten ja liebe, war dieses Buch natürlich ein Muss. Trotz der unglaubwürdigen Liebesgeschichte, vergebe ich die volle Punktzahl, weil mich die Story und die Umsetzung einfach umgehauen hat!

Advertisements

One Response to “[Rezension] Das Spiel von Krystyna Kuhn”


  1. Ich fand die Liebesgeschichte auch übertrieben, die haben viel zu schnell von „lieben“ gesprochen.
    Roberts ganze mathematischen Sichtweisen fand ich auch interessant, dabei bin ich alles andere als ein Mathe-Freak 😀


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: