[Rezension] Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Oktober 3, 2010

NACH DEM SOMMER
MAGGIE STIEFVATER


Autor: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Shiver
Genre: Fantasy, Romance
Erscheinungsdatum: 11. September 2010
Seiten: 423
Verlag: Script 5 Verlag
ISBN: 978-3839001080

Reihe:
Nach dem Sommer
(Rezension)
Ruht das Licht
In deinen Augen

KURZBESCHREIBUNG
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

REZENSION

ERSTER SATZ
Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde.

Nachdem Grace als kleines Kind von den Wölfen in ihrem Wald angegriffen wurde, faszinieren sie diese Lebewesen. Jeden Winter wartet sie auf die Tiere, denn in Sommer sind sie spurlos verschwunden. Vor allem zu einem Wolf fühlt sie sich hingezogen, und zwar das Tier mit den wunderschönen gelben Augen.
Als Grace im kommenden Spätsommer auf Sam, einen schwarzhaarigen Jungen mit gelblichen Augen, trifft, weiß sie, dass es sich bei ihm um ihren Wolf handelt. Doch ihre gemeinsame Zeit hält nicht lange an, denn es könnte sein das sie nur diesen einzigen Sommer zusammen haben. Nach dem Sommer wird Sam wieder zum Wolf und es könnte sein, dass er sich danach nie wieder zurückverwandelt.
Dazu kommt noch das in Grace Schule Jack  von den Wölfen angegriffen wurde und seine Leiche nicht gefunden wurde. Für Grace und Sam ist klar was es mit Jack auf sich hat und sie wollen ihn finden, um ihn über seinen Zustand zu informieren, doch Jack will nicht gefunden werden und treibt stattdessen sein eigenes Ding, was seiner Schwester Isabel Sorgen macht…

Ich war sehr schnell in der Geschichte drin. Durch die kurzen, aber sehr schönen und gefühlvollen Kapitel, findet man sich schnell ein. Man möchte mit dem Lesen auch gar nicht mehr aufhören, weil man sich immer sagt „Ach, das nächste Kapitel hat doch nur vier Seiten. Dann kann ich das auch noch lesen.“ Und so geht das immer weiter, bis man dann merkt, dass man doch siebzig Seiten gelesen hat.

Storytechnisch geht die Geschichte sehr schnell voran, was mich anfangs auch sehr überrascht hat. Nicht negativ, aber ich hab es mir dennoch ein wenig langsamer vorgestellt. Aber gut, schlechter hat es das Buch nicht gemacht. Im Gegenteil man hat ziemlich schnell reingefunden und so wurde es wenigstens nicht langweilig.

Mir haben die Charaktere gefallen. Manchmal fand ich Grace ein wenig blöd, aber das hat sich schnell wieder geändert. Eigentlich ist sie durch und durch ein sehr sympathischer Charakter.
Sam hingegen ist großartig. Er hat mich ganz überzeugt, vor allem weil er im Sommer in einem Bücherladen jobbt und genauso verrückt nach Büchern ist, wie nach Musik ;D Er ist mir sehr ans Herz gewachsen und ist ein sehr tiefgründiger Charakter, dem ich sein Handeln auch immer abkaufen konnte und über den ich gerne gelesen habe.
Die Nebencharaktere haben auch ihren Reiz. Einige mehr als andere. Zum Beispiel mag ich Rachel sehr. Sie scheint eine sehr süße Freundin zu sein. Isabel wurde mir mit Zeit zu Zeit auch immer sympathischer, vor allem wegen ihrer Sorgen ihrem Bruder Jack gegenüber. Auch ihr konnt ich alles abkaufen.
Nur Olive hat mich ein wenig gestört muss ich sagen. Mich persönlich hat es am Ende gestört, dass sie SPOILER ohne sich bei ihren Eltern oder anderen Freunden zu verabschieden einfach abhaut um als Wolf zu leben. Mag ja sein das sie das glücklich macht, aber so verantwortunglos sollte kein Kind gegenüber ihren Eltern sein, denn sie hätte das auch anders klären können und das hat mir das Bild von ihr ein wenig ruiniert. SPOILER ENDE.

Der Schreibstil ist ein sehr großer Pluspunkt! Er ist einfach wunderschön. Maggie Stiefvater beschreibt die Gefühle der Charaktere so wundervoll und herzzerreißend. Und auch Landschaftsbeschreibung, vor allem die im Wald, sind wirklich wunderschön gelungen!
Was mir aber am besten gefallen hat, sind die Songtexte die Sam immer in seinem Kopf zitiert. Ich weiß nicht, ob Maggie Stiefvater sie selbst ausgedacht hat oder ob sie aus bekannten Songs sind, aber mir gefällt das sehr und macht mir Sam’s Interessa an Musik auch realistischer.

FAZIT

Ein wunderschöner erster Teil, der auf zwei wunderbare Fortsetzungen hoffen lässt. Könnte sogar passieren, dass ich mir die englische Version ‚Linger‘ zulege, wenn ich nicht länger auf ‚Ruht das Licht‘ warten möchte.

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One Response to “[Rezension] Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater”


  1. Schön, dass es dir so gut gefallen hat 🙂 Ich find das Buch auch einfach nur zauberhaft.
    Sam ist natürlich göttlich, aber ich mag Grace auch total, gerade weil sie so ein krasses Gegenteil zu ihm ist und nicht die typische Buchheldin. Rachel fand ich auch cool und Olivia war mir eher am Anfang unsympathisch, weil sie Grace da so blöde behandelt. Das am Ende kann ich irgendwie verstehen, weil sie sicher nicht weiß, wie sie das machen soll und immerhin schreibt sie einen Abschiedsbrief.


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