[Rezension] Erebos von Ursula Poznanski

Oktober 13, 2010

EREBOS von URSULA POZNANSKI

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Autor: Ursula Poznanski
Titel: Erebos
Genre: Sci-Fi / Fantasy, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 07. Januar 2010
Seiten: 481
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785569573

Hier bedanke ich mich nochmals beim Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

REZENSION

ERSTER SATZ
Es beginnt immer nachts.

Als an Nick’s Schule eine CD mit geheimen Inhalt rumgereicht wird, möchte er nichts anderes, als auch an so eine CD kommen. Viele seiner Freunde, auch sein bester Freund Colin, scheint bereits im Besitz einer solchen CD zu sein und ist seitdem kaum ansprechbar. Er geht nicht ans Telefon, kommt nicht zur Schule, und wenn er doch da ist, dann spricht er mit Leuten, die ebenfalls diese geheimnisvolle CD haben.
Doch dann gerät Nick selbst an eine solche CD. Doch es gibt Regeln. Er darf diese CD nur annehmen, wenn er einen eigenen PC hat. Keiner sonst darf diesen PC benutzten und er darf mit niemanden über den Inhalt sprechen. Nick stimmt zu und findet sich darauf in dem Rollenspiel EREBOS wieder. Anfangs kann er nicht viel damit anfangen. Das spielt lädt lang und bricht plötzlich ab, doch Nick gibt nicht auf. Eher er sich versieht, ist er tiefer drin, als er gedacht hätte. Auch er wird süchtig von EREBOS, schwänzt die Schule und vernachlässigt seine Freunde. Als EREBOS anfängt, in sein reales Leben einzugreifen, denkt sich Nick nichts dabei. Es scheint, als könnte das Spiel seine Gedanken lesen, doch dies scheint irrsinnig. Doch als die Aufgaben an Nick, die er im realen Leben durchführen soll, immer gefährlicher und sogar tödlich werden, sieht auch er, das mit dem Spiel etwas nicht stimmt…

Ich habe das Buch angefangen und war skeptisch – und das obwohl ich es unbedingt lesen wollte. Das Buch hat gut angefangen, doch als es zu dem Computerspiel EREBOS kam, wurde ich quängelig. Ich mochte das Computerspiel als Handlung des Buches nicht und das hat mich abgeschreckt, weil ich dachte, dass es bis zum Ende nur als Spiel weitergeht. Doch das tat es nicht und das beruhigte mich. Doch je mehr ich las, desto gleichgültiger wurde es mir mit dem Spiel. Als es dann noch anfing in Nick’s reales Leben einzugreifen, wurde es einfach genial und ich gewöhnte mich an den Handlungsort. Die Spannung lässt ab da nicht mehr ab und steigert sich von Seite zu Seite. Unbedingt möchte man hinter das Geheimnis des Spiels kommen und wissen was sich wirklich abspielt! Und wenn man es dann fertig hat, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus, weil man alles andere erwartet hätte – nur nicht das, was man dann soeben gelesen hat.

Nick ist als Protagonist sehr glaubwürdig, vor allem wegen der Spielsucht, dem er zum Verhängnis wird. Wo er anfangs noch ein sehr sympathischer Charakter ist, verliert er mit der Zeit an Sympathie durch sein Handeln, die er später jedoch wieder gekonnt aufbaut. Ich finde seine Entwicklung im Buch sehr glaubwürdig und das ist einer der Gründe, wieso das Buch so genial ist! Sein Handeln ist nie abgedroschen oder überdreht, sondern von vorne bis hinten glaubhaft und verständlich.
Auch die Nebencharaktere sind nicht ohne. Bis zum Schluss fiebert man mit und möchte unbedingt wissen, wer sich den hinter welchem Spielcharakter versteckt.

Ursula Poznanski’s Schreibstil ist sehr abwechslungsreich. Während sie das Spiel sehr detaliert und actionreich beschreibt, hält sie sich im realen Leben eher knapp. Was keinesfalls negativ ist, sondern zeigt, wie sehr sich das Spiel von Nick’s realen Leben unterscheidet. Mir kam es jedenfalls so vor, als würde er das Spiel mit jeder Faser aufsaugen, während er seine richtige Umgebung nur kurz angebungen beschreibt. Für mich ist es ein gelungener Umschwung.

FAZIT
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Ein wirklich geniales und einzigartiges Buch. Als ich es gelesen habe, hätte ich nicht gedacht, dass es sich in diese Richtung entwickelt und wurde enorm überrascht. Unbedingt lesen!

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2 Responses to “[Rezension] Erebos von Ursula Poznanski”

  1. Pia Says:

    Hab mir gedacht, dass du es magst 🙂 😀

  2. Tialda Says:

    Das wandert gleich mal auf meinen Wunschzettel 🙂


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