XVI
JULIA KARR

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Autor: Julia Karr
Titel: XVI
Genre: Dystopie, Young Adult
Erscheinungsdatum: 06. Januar 2011
Seiten: 325
Verlag: Speak
ISBN: 978-0142417713

KURZBESCHREIBUNG
Nina Oberon’s life is pretty normal: she hangs out with her best friend, Sandy, and their crew, goes to school, plays with her little sister, Dee. But Nina is 15. And like all girls she’ll receive a Governing Council-ordered tattoo on her 16th birthday. XVI. Those three letters will be branded on her wrist, announcing to all the world-even the most predatory of men-that she is ready for sex. Considered easy prey by some, portrayed by the Media as sluts who ask for attacks, becoming a „sex-teen“ is Nina’s worst fear. That is, until right before her birthday, when Nina’s mom is brutally attacked. With her dying breaths, she reveals to Nina a shocking truth about her past-one that destroys everything Nina thought she knew. Now, alone but for her sister, Nina must try to discover who she really is, all the while staying one step ahead of her mother’s killer.

REZENSION

ERSTER SATZ
„Nina, look.“

Nina Oberon ist 15 und sie hat große Angst vor ihrem 16. Geburtstag, weil es für sie bedeuten würde, dass sie dann ein Tattoo mit der Aufschrift XVI auf ihrem Handgelenk bekommt und sie dann ein ‚Sex-teen‘ ist. Die Regierung hat dann das Recht, bestimmte ‚Sex-teens‘ für ihr FeLS-Programm zu wählen, was bedeuten würde, dass es allen Männern erlaubt wäre mit ihr Sex zu haben – auch gegen ihren Willen. Ihre beste Freundin Sandy ist begeistert von FeLS, weil es für sie bedeuten würde, dass sie die Möglichkeit hat in der Gesellschaft in ein höheres ‚tier‘ zu steigen und sie nicht mehr in der Unterschicht leben muss. Nina dagegen hält nichts von dem Programm und ist ihrer Mutter sehr dankbar, dass sie sie mit einem Vertrag aus dem Programm kaufen möchte, doch es kommt alles anders, als Nina’s Mutter ermordert wird und Nina zu ihren Großeltern ziehen muss und sie und ihre Schwester Dee plötzlich in größter Gefahr schweben… denn ihre Mutter hatte ein Geheimnis und hinter dieses möchte Nina kommen.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn die Inhaltsangabe hört sich  spannend und einzigartig an. Doch leider wurde ich enttäuscht, weil ich mir was vollkommen anderes vorgestellt habe und diese Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Nachdem man die Inhaltsangabe gelesen hat, erwartet man eigentlich eine Geschichte über das ‚Sex-teen‘-System, wie die Protagonisten damit umgehen, was sie davon halten und überhaupt was Nina’s Familie damit zu tun hat. Doch leider muss ich sagen, dass dieses ganze ‚Sex-teen‘ sehr in den Hintergrund gedrängt wird und es mehr um das Geheimnis von Nina’s Familie geht. Natürlich wird dieses System erwähnt – oft sogar- weil Nina’s beste Freundin Sandy verrückt nach diesem Programm ist und unbedingt ein ‚Sex-teen‘ sein möchte. Doch das, was eigentlich das Hauptthema sein sollte, ist leider nur ein kleiner Teil der Geschichte und wird meiner Meinung nach nicht richtig beleuchtet sondern sehr doof abgearbeitet und die Lösung am Ende ist einfach unzufriedenstellend. Ich hätte mir den Kernpunkt mehr auf dem System gewünscht, als auf dem Geheimnis der Familie, aber gut, man kann ja nicht alles haben. Doch leider fand ich diese ganze Familien-Geschichte auch nicht so atemberaubend. Es war unterhaltsam, aber einfach nicht spannend genug, vor allem weil das Ende sehr vorhersehbar ist. SPOILER Ich meine… es war jetzt nicht sooo schwer herauszufinden, wer der Mörder der Mutter ist. Ich meine mehr Verdächtige gab es ja auch nicht. SPOILER ENDE

Dann die Charaktere, von denen ich finde, dass viele von ihnen sehr oberflächlich gehalten sind – vor allem Nina’s männlichen Freunde wie Derek und Mike. Nina dagegen finde ich sehr authentisch, genauso wie ihre Familie und Sandy, auch wenn die ein wenig übertrieben rübergebracht wurde, aber sie hat dennoch sehr zur Unterhaltung beigetragen.
Die Liebesgeschichte zwischen Nina und Sal dagegen hat mich nicht besonders gereizt. War zwar schön anzusehen, fand ich jetzt aber nicht außergewöhnlich.

Der Schreibstil von JULIA KARR ist angenehm. Er ist leicht zu lesen und sie hat Nina’s Gefühle gut rübergebracht. Ich find ihn jetzt nicht besonders, aber schlecht ist er auch nicht.

Zum Ende muss ich noch sagen, dass ich die Auflösung nicht besonders spannend finde. Ich hab mich während des Lesens andauernd gefragt, ob das schon alles sei. Das endgültige Ende empfinde ich dann aber als sehr angebracht und finde, dass es kein weiteren Band braucht, weil es so schon schön ‚gelöst‘ ist, auch wenn es noch einige offene Fragen gibt, aber irgendwie hat es so seinen Reiz. Für mich muss man keinen zweiten Band schreiben, obwohl ich ihn lesen würde, weil ich Buchreihen generell beende.

FAZIT
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Eine tolle Grundidee, die meiner Meinung nach einfach nicht gut umgesetzt wurde, weil das Hauptthema ein anderes ist, als erwartet. Deswegen vergebe ich nur drei Sterne.

ERWÄHLT. HOUSE OF NIGHT 3
P.C. UND KRISTIN CAST

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Autor: P.C. und Kristin Cast
Originaltitel: Chosen
Genre: Fantasy, Young Adult
Erscheinungsdatum: 28. Juli 2010
Seiten: 448
Verlag: Fischer Verlag
ISBN: 978-3841420039

Reihe:
Gezeichnet
(Rezension)
Betrogen
(Rezension)
Erwählt
(Rezension)
Ungezähmt
(11. Nov. 2010)
Gejagt
(11. Feb. 2011)
Versucht
(12. Mai 2011)
Verbrannt
(August 2011)

Hiermit bedanke ich mich bei den Fischer Verlagen für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

KURZBESCHREIBUNG
Dunkle Mächte sind im House of Night am Werk und Zoeys Erlebnisse im Internat nehmen eine rätselhafte Wendung. Zoeys beste Freundin Stevie Rae ist untot und versucht mit aller Macht, ihre Menschlichkeit nicht vollends zu verlieren. Und Zoey hat keine Ahnung, wie sie ihr dabei helfen kann, aber sie spürt, dass alles, was sie und Stevie Rae herausfinden vor den anderen im House of Night geheim gehalten werden muss. Denn plötzlich scheint es keinen mehr zu geben, dem sie wirklich vertrauen können. Als es kaum noch schlimmer kommen kann, werden Leichen gefunden: ermordete Vampyre! Aber Zoey findet heraus, dass nichts so ist wie es scheint…

REZENSION

ERSTER SATZ
„Jep, mein Geburtstag ist einfach total ätzend“, erklärte ich meiner Katze Nala.

Zoey wünscht sich nichts anderes, als ihre beste Freundin Stevie Rae. Dabei verheimlicht sie ihren Freunden, dass ihre Freundin ja gar nicht tot ist – sondern untot. Und die Schuld trägt niemand anderes als ihre Mentorin Neferet. Sie versucht Stevie Rae auffindig zu machen und sie wieder in ihre Welt zu holen und dabei holt sie sich Hilfe bei keiner anderen als Aphrodite.
Als ob das nicht genug wäre, muss sie sich eingestehen, dass sie eine eigenartige Beziehung mit dem Lehrer und gleichzeitig Meisterpoeten Loren Blake führt, da er sich sehr für sie zu interessieren scheint.
Dann ist da noch die Prägung zu ihrem Ex-Freund Heath, dem sie einfach nicht widerstehen kann und das alles hinter dem Rücken ihrer Freunde und Erik, ihrem festen Freund.

Endlich geht es weiter mit dem House of Night und muss leider gestehen, dass es sich dabei um den schwächsten Band bisher handelt. Die Geschichte zieht sich immer noch, was sich aber eigentlich kaum ausschließen lässt, wenn ganze zwölf Bände geplant sind. Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Handlung gewünscht. Erst zum Ende hin gibt es einige Wendungen, die erneut gute Unterhaltung in den Folgebänden versichern.

Zoey ist in diesem Band fast unerträglich wie ich finde. Ihre Einstellung ging mir beim Lesen permanent auf die Nerven und ich kann es kaum nachvollziehen. Vorallem zum Ende hin wird sie immer nerviger. Hormone hin oder her, aber ich finde sie einfach nur ungenießbar.
Dafür hat Aphrodite einige Sympathiepunkte eingeheimst. Sie hat zwar immer noch eine große Klappe und benimmt sich teilweise wie die größte Zicke überhaupt, aber ihr Handeln fand ich dagegen viel erwachsener und für mich auch nachvollziehbar. Zoey dagegen ist für mich immer noch die perfekte Heldin, obwohl die Autorinnen das Gegenteil beweisen wollen, indem sie Zoey tausend Ausrutscher hintereinander präsentieren lassen. Für mich hat sie immer noch den Titel ‚Perfekte Heldin‘ auf der Stirn stehen, weil ihr zaubertechnisch alles zu gelingen scheint. SPOILER Die Freunde bleiben da bestimmt auch nicht lange weg. SPOILER ENDE.

An den Schreibstil hab ich mich beim zweiten Band schon gewöhnt, deswegen gibt es hier eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer das er sehr jugendlich ist und gut zur Geschichte passt. Ich finde ihn an einigen Stellen zwar immer noch ein wenig gespielt bzw. einige Dialoge klingen unecht, aber er macht nun mal ein großen Teil der Reihe aus und ich habe mich so sehr an ihn gewöhnt, dass es ohne ihn auch langweilig wäre.

Letztendlich kann ich sagen, dass der Band einige Schwächen hat, die es meiner Meinung einfach nicht geben müsste. Aber das Ende verspricht erneut Spannung und Unterhaltung, weswegen ich mich sehr auf die Folgebände freue und immer noch hoffe, dass die Autorinnen es endlich mal schaffen mich vollends zu überzeugen!

FAZIT
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Ein unterhaltsamer dritter Band. Dennoch geht es noch besser. Das Ende verspricht mehr und ich hoffe das ich mich da nicht täusche. Außerdem hoffe ich, dass die Hauptprotagoistin in den nächsten Büchern wieder mehr an Sympathie gewinnen kann. 

DIE PURPURROTE SCHLEIFE von METZEN, MILLER & WEISE

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Autor: Kathleen Weise
Illustratoren: Carla Miller & Isabelle Metzen
Titel: Die purpurrote Schleife
Genre: Kinderbuch / Comic
Erscheinungsdatum: 01. September 2010
Seiten: 128
Verlag: Planet Girl Verlag
ISBN: 978-3522502382

KURZBESCHREIBUNG
Ein altes Herrenhaus, geduckt im Schatten der Wälder. Ein geheimnisvoller junger Graf, der geradezu süchtig ist nach dem vollen Leben, und ein Mädchen mit reinem Herzen. Wird ihre Liebe Bestand haben in einem Netz aus dunklen Machenschaften, Verrat und Mord?

REZENSION

ERSTER SATZ
Ich schnürte nur ein kleines Bündel und dennoch beinhaltete es mein ganzes Leben.

Cathy bekommt eine Stelle als Hausmädchen im Worthington-Haus angeboten. Alle vorigen Hausmädchen wurden nach ein paar Tagen gefeuert, weil der Hausherr mit keiner zufrieden war. Doch Cathy bleibt länger, denn der Hausherr scheint Interesse an ihr zu finden. Auch Cathy baut Interesse für ihn auf und findet dabei heraus, dass er ein Geheimnis mit sich trägt…

Ich fasse mich mal nicht zu lang, denn das ist nicht nötig bei einem so dünnen Büchlein/Comic. Mich hat das Buch ehrlichgesagt wegen ihrer Bilder angesprochen. Mir haben sie sehr gefallen und die Geschichte dazu hat sich süß angehört, weswegen ich es beantragt habe. Ich habe nicht viel erwartet, weil es sich um ein dünnes Kinderbuch handelt. Ich wurde nicht enttäuscht, aber umgehauen auch nicht. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal Lust hat sich wieder ganz klein zu fühlen (;

Das Buch ist an Kinder gerichtet, deswegen kann man nichts total anspruchsvolles erwarten. Er ist sehr leicht und ohne viel drumherum, aber dennoch schön formuliert und mit tollen Vergleichen und Gedankengängen der Protagonistin. Als Kind hätte es mir gut gefallen! Das es nicht viele Beschreibungen gibt, liegt aber auch daran, dass es sich um einen halben Comic handelt. Viele Beschreibungen wären nicht notwendig gewesen, denn wo der Text aufhört, führt der Comic die Geschichte auf eine schöne Art und Weise die Geschichte weiter.

Dann komme ich mal zur Aufmachung des Buches. An dem Punkt erstmal ein großen Lob an die Illustratoren! Die Comics sind alle sehr schön! Die Bilder sind richtig toll gezeichnet und treiben die Geschichte toll voran! Die Comic-Seiten im Buch sind alle schwarz/weiß gehalten, nur die Schleife der Protagonistin und alle anderen roten Elemente, wie zum Beispiel der Wein des Herrn, sticht immer Rot heraus. Das hat meiner Meinung nach irgendwas gruseliges, aber dennoch sehr schönes. Hier mal ein paar Bilder:

FAZIT
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Ein schönes Kinderbuch für zwischendurch mit richtig tollen Illustrationen! Ein echter Hingucker. Doch wenn man etwas Anspruchsvolles sucht, ist man hiermit nicht sehr gut aufgehoben.

SCHATTENSCHWINGEN
TANJA HEITMANN

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Autor: Tanja Heitmann
Titel: Schattenschwingen
Genre: Fantasy, Young Adult
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2010
Seiten:
448
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570160671

Hier bedanke ich mich nochmals beim cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG
Seit langem ist Mila von Samuel, dem besten Freund ihres älteren Bruders Rufus, fasziniert. Bannte sie zuerst nur seine ungewöhnliche Ausstrahlung, so kommt kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag eine ganz andere Art der Verzauberung hinzu: Mila verliebt sich in Sam. Und er scheint ihre Gefühle zu erwidern. Doch gerade als sich die beiden näherkommen, passiert etwas Schreckliches. Sam verschwindet und Rufus, der in jener Nacht mit seinem Freund zusammengewesen war, kann sich nur schemenhaft erinnern. Ist Sam von der Klippe gestürzt?
Während alle anderen vom Tod des Jungen überzeugt sind, glaubt Mila, dass Sam noch lebt. Und tatsächlich: An ihrem Geburtstag steht er wieder vor ihr – doch er ist nicht mehr der, der er einmal war. Sam ist eine Schattenschwinge geworden, ein engelsgleiches Wesen – und nur aus Liebe zu Mila ist er in die Welt der Menschen zurückgekehrt …

REZENSION

ERSTER SATZ
Wer die Unendlichkeit vor sich hat, für den ist Zeit nur dann von Bedeutung, wenn man ihren Lauf um jeden Preis beeinflussen will.

Mila ist seit Jahren in Samual verliebt, denn ihn umgibt eine strahlende Aura, die nicht nur Mila wahrnimmt, sondern auch ihr Bruder Rufus. Deswegen will er unbedingt eine Freundschaft mit dem Jungen aufbauen und nimmt damit sehr will auf sich. Als Rufus es dann endlich schafft, engeren Kontakt zu Sam aufzubauen, glaubt Mila, dass sie somit bessere Chancen im Bezug auf Sam bekommt, was sich jedoch schnell als falsch erweist. Denn man fängt als kleine Schwester nichts mit dem besten Freund des Bruders an – feste Regel.
Doch selbst Sam scheint sich nicht viel daraus zu machen, denn er scheint plötzlich Interesse an Mila zu zeigen, was Rufus garnicht passt. Er ist eifersüchtig, weil er weder seine Schwester, noch seinen besten Freund verlieren möchte.
Als Mila und Sam sich dann endlich näher kommen und ein Paar werden, stürzt Sam von den Klippen ins Meer. Mila ist die einzige, die noch daran glaubt, dass Sam am Leben ist. Als er an ihrem Geburtstag plötzlich vor ihr steht, glaubt sie ihren Augen kaum. Sam hat den Sturz überlebt, doch er ist nicht mehr derselbe…

Ich war ehrlichgesagt skeptisch, weil ich nicht viel Positives gehört und mir nicht viel von der Autorin versprochen habe. Aber die Storyline hat sich anders angehört – nicht so vampirmäßig – sondern wirklich anders, und diese Storyline hat mich sofort angesprochen. Und ich wurde positiv überrascht, denn die Story verspricht wirklich sehr viel!

Das Buch beginnt mit einem sehr schön geschriebenen Prolog, der neugierig macht und die Lust aufs Lesen steigert.
Die darauffolgenden Kapitel beginnen sehr langsam und harmonisch. Man wird in die Welt von Mila eingeführt und bekommt einen Einblick in ihre Familie und ihren Alltag. Meistens ist es so, dass ich von solchen Einführungen gelangweilt bin, weil sie einfach lasch sind.
Doch wenn man von Mila’s Familie und ihren Gefühlen gegenüber Sam liest, dann ist es so frisch und jugendlich und aufrichtig, dass es schon wieder Spaß macht es zu lesen.
Nach Sam’s Unfall, kippt die fröhliche und frische Stimmung und Trauer kommt auf. Dann geht es darum, wie Mila versucht mit dem Verlust umzugehen, wie sie nur noch vor sich hinlebt und ihre Familie hinter ihr steht und sie unterstüzt. Es ist sehr emotional, bis Sam plötzlich wieder auftaucht und wieder alles auf den Kopf stellt.
Das Buch ist voller emotionaler Wendungen und verspricht Spannung. Besonders nachdem Sam wieder auftaucht, möchte man wissen, was dahinter steckt.
Ich muss zugeben, dass mir das Buch zu Anfang ein wenig besser gefallen hat, was meiner Meinung aber daran liegt, dass mir dieses normale und jugendliche vielleicht einfach so gut gefallen hat, dass es mir auch als normale Teenager-Lovestory gefallen hätte. Aber ich wusste, worauf ich mich einlasse und kann mich deswegen nicht beklagen.
Ich finde den Einstieg in den ‚Fantasie-Bereich‚ jedoch ein wenig stockend, weil ich mich, wie schon gesagt, an das normale gewöhnt habe.

Was das Buch für mich negativer gestimmt hat, sind die beiden Hauptcharaktere. Mila finde ich wirklich süß, aber je tiefer die Beziehung zwischen ihr und Sam wurde, desto nerviger fand ich sie. Das lag aber wahrscheinlich daran, dass die beiden so versessen aufeinander waren, dass es mich schon wieder aufgeregt hat. Das Mila sofort gereizt darauf reagieren muss, wenn ein anderer Junge sie nur kurz am Arm anfässt, find ich übertrieben und das ging die restlichen Seiten auch weiter so. Sie wirkte plötzlich nicht mehr so süß, sondern richtig verklemmt, was schon wieder nervig war.
Und bei Sam ist es dieser total übertriebene Aufpasserinstinkt, der schon so krankhaft ist, dass ich manchmal nur aufschreien wollte. Dieser Junge hat sich am Ende darüber aufgeregt, dass Mia sich beim Fahrrad fahren fast ein Wehwehchen geholt hat, weil der Junge, der das Fahrrad gesteuert hat, ein bisschen zu viel in die Pedale getreten ist.
Dieses Getue der beiden hat sie mir so unsympathisch gemacht. Da hab ich plötzlich auch auf Kleinigkeiten total gereizt reagiert, denn ich finde die beiden in der Kennenlern-Phase wirklich niedlich, aber danach will ich sie nur noch gegen den Kopf stoßen.
Natürlich
ändert man sich in einer Beziehung , vor allem, wenn der Kerl plötzlich eine Schattenschwinge ist, aber meiner Meinung nach war diese Wandlung ein wenig zu viel des Guten.

Es gibt auch auch Charaktere, die mich im Buch erfreut haben.
Ich glaube, dass Rufus einer der Charaktere ist, der der ganzen Geschichte ein bisschen Pepp gegeben hat. Ich habe einen Narren an ihm gefressen. Zuerst fand ich ihn idiotisch, weil er sich wegen einem Jungen verbiegen will, den er als besten Freund haben möchte. Da dachte ich mir, dass es sich um einen Mitläufer handelt, der keine eigene Meinung hat. Aber je mehr man über ihn liest, desto mehr merkt man, dass er wirklich ’nur‘ ein Freund von Sam sein will und ihn auch in allem unterstützt und für ihn da ist. Das find ich klasse.
Wovon ich aber hin und weg bin, ist sein Humor und seine Einstellung. Ich kann es nicht sagen, aber ich mag diese Typen, die feiern, Mädchen abschleppen und einfach nur Spaß am Leben haben – das mit den Mädchen abschleppen natürlich nur in Büchern ;D Seine Einstellung hat ihn mir jedenfalls sehr sympathisch gemacht!

Der Schreibstil ist süß. Aus Mila’s Sicht ist er sehr weiblich und jugendlich und man bekommt wirklich das Gefühl, dass man es mit einem heranwachsendem Mädchen zutun hat.
Der aus Sam’s Sicht ist ‚männlicher‚, aber ich finde, dass Tanja Heitmann nicht immer der Umsprung von Mädchen auf Junge gelungen ist, weil ich (wegen dem Schreibstil) bei Sam ziemlich oft das Gefühl hatte, ich habe es mit einem Mädchen zutun.
Außerdem hat mich gestört, dass die Charaktere sofort immer alles aussprechen mussten – und dann immer wortwörtlich den Gedanken nachempfunden. Das hat diese Aussagen sehr unnatürlich und falsch wirken lassen.

Im Großen und Ganzen ist ‚SCHATTENSCHWINGEN‚ ein sehr schönes und erlebnisreiches Leseabenteuer, das jedoch einige Schwächen aufzuweisen hat. Diese liegen jedoch mehr an den Charakteren, als an der Story selbst. So empfinde ich es zumindestens.

FAZIT
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Ein sehr schönes Jugendbuch, was besonders der guten Geschichte wegen punktet. Es ist frisch und jugendlich und es macht Lust auf den zweiten Band, der hoffentlich einige Schwächen ausbaden kann!

GRIM. SIEGEL DES FEUERS
GESA SCHWARTZ

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Autor: Gesa Schwartz
Titel: Grim. Siegel des Feuers
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 15. März 2010
Seiten: 688
Verlag: Egmont-Lyx
ISBN: 978-3802583032

Hier bedanke ich mich nochmals beim Egmont-Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Eines Tages begegnet ihm die junge Sterbliche Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Gemeinsam mit Grim beschließt sie, dem Geheimnis des Pergaments auf die Spur zu kommen. Da erreicht sie die Nachricht, dass der Gargoylekönig in Paris gestürzt wurde. Das Gleichgewicht der Mächte verschiebt sich auf gefährliche Weise. Um die Gargoyles vor einer Schreckensherrschaft zu bewahren, muss Mia ihre schlummernden Kräfte erwecken.

REZENSION

ERSTER SATZ
Regungslos hockte Grim auf dem Dachfirst über dem siebten Stock, die schwarzen Schwingen hoch über seinen Kopf erhoben, und starrte hinab auf die Straße.

Als Grim eines Abends eine Freundin dabei beobachtet, wie sie Kontakt mit einem Menschen aufnimmt und ihm ein Paket überreicht, bricht sein ganzer Glaube zusammen. Denn Gargoyles ist es verboten mit Menschen zu kommunizieren und Moira war immer eine vorzeighafte Schattenflüglerin. Doch es kommt noch besser, denn Moira hat dem Jungen nicht Irgendwas übergeben, sondern das Siegel des Feuers, hinter dem die Feinde her sind – die Hybriden. Als Mia in Besitz dieses Pergaments kommt, lässt sich eine Zusammenarbeit zwischen Grim und ihr nicht verhindern und die beiden schmieden ein Band, um die neuen Feinde zu besiegen.

Storytechnisch ist die Geschichte wirklich Top. Die Idee an sich ist klasse und endlich auch mal was anderes. Die Welt die Gesa Schwartz in dem Buch erschaffen hat, ist wirklich großartig und schafft viel Platz zum Träumen. Überzeugt hat es mich letztendlich aber nicht. Manchmal ist es einfach zu viel.  Zu viel Neues und Durcheinandergeworfenes und es kam nach einiger Zeit das Gefühl auf, egal was die Charaktere jetzt machen, sie kommen sowieso aus der Patsche raus, weil die Autorin ihre Welt dreht und wendet wie sie möchte. Meiner Meinung nach, lernt man die Welt und die Spezies zu wenig kennen, um beurteilen zu können, ob es vielleicht Sinn ergibt, was gerade passiert oder ob es in dieser Welt überhaupt funktioniert oder nicht. Denn bei mir kam der Gedanke auf, als wäre alles möglich und es könnte eigentlich nichts schief gehen.

Spannungstechnisch ist es so Lala. Wenn ich gerade dachte, dass es gleich wirklich spannend wird, wurd es nur okay. Also ehrlich gesagt hat es mich die ganze Zeit über nicht so gepackt, dass ich andauernd weiterlesen musste, weswegen ich auch so lange für das Buch brauchte. Wenn ich dann  aufgehört habe zu lesen, konnte ich das Buch auch mal drei Tage im Schrank liegen lassen, ohne das ich andauernd rübergeschielt und nervös gezuckt habe. Der Ansporn zum Lesen kam dann eher bei dem Gedanken, dass Buch irgendwann auch auslesen zu müssen.

Mit den Charakteren musste ich erst warm werden. Sie waren mir nicht von Anfang an sympatisch und vor allem mit Grim konnte ich die ersten hundert Seiten wenig anfangen. Sein ganzer Charakter und vor allem sein Humor hat mir gar nicht entsprochen, aber je mehr Zeit man mit ihm verbringt, desto mehr gewöhnt man sich an ihn und lernt mit ihm umzugehen.
Mia hingegen find ich sympathischer, als ich mir hätte vorstellen können. Das auch mehr auf ihre Familienverhältnisse eingegangen wurde, find ich gut (Ich bin ja Elterngenerationen total verfallen! Ich finde es in Büchern immer toll, wenn Eltern und überhaupt Verwandte mit in das Geschehen verwickelt sind).

Der Schreibstil ist überraschend gut. Meiner Meinung nach manchmal zu viele Beschreibungen, aber es ist nicht weiter schlimm. Man kann sich ihre Welt immer bildlich vorstellen und der gewisse Zauber ist beim Lesen da. Sie hat es auf jedenfall darauf, eine Geschichte magisch und traumhaft rüberzubringen, denn diesen Eindruck hat sie mir beim Lesen übermittelt.

Ich muss der Frau auch nochmal anmerken, dass sie wirklich eine sehr große Fantasie haben muss, sich so viele tolle Sachen einfallen zu lassen und sie in ein einziges Buch zu verpacken, aber es sind meiner Meinung nach immer noch zu viele. Sie hätte mit den magischen Zeugs vielleicht ein bisschen runterschrauben und sich einige gute Szenen für ihre nächsten Bände aufsparen sollen. Das ist meine Sicht der Dinge.

FAZIT
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Ein klassisches fantastisches Abenteuer, was für eingefleischte Fantasie-Fans wahrscheinlich ein Muss ist, mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Dennoch werde ich mir den zweiten Teil zulegen (wenn es einen weiteren Band geben wird), weil ich ungern eine Buchreihe in der Mitte abbreche.

SCHATTENAUGE
NINA BLAZON

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Autor: Nina Blazon
Titel: Schattenauge
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2010
Seiten: 478 Seiten
Verlag: Ravensburger
ISBN: 978-3473353149

Hiermit bedanke ich mich bei Ravensburger für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

KURZBESCHREIBUNG
Auf dem Nachhauseweg von einem Club wird Zoë auf der Straße angegriffen. Von wem, weiß sie nicht – ein Blackout hat ihr Gedächtnis gelöscht. Doch an ihren Händen klebt fremdes Blut. Der gut aussehende French, den sie aus der Szene kennt, ahnt, dass etwas Unheimliches mit ihr vorgeht: In Zoë schlummert das Erbe der Panthera, eines uralten Volkes, das unerkannt unter den Menschen lebt. Aber sie ist nicht die Einzige ihrer Art, die von ihrer Raubtiernatur getrieben die Straßen der nächtlichen Metropole durchstreift …

REZENSION

ERSTER SATZ
Sie tanzte direkt unter dem Stroboskop, im Lichtgewitter.

Zoë’s Leben läuft ihr aus den Fugen. Mit ihrem Freund ist Schluss, mit ihrer besten Freundin redet sie kein Wort mehr, ihre Mutter lässt sie andauernd mit ihrem kleinen Bruder alleine und um ihren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen bleibt keine Zeit. Deswegen schleicht sie sich Abends immer wieder aus dem Haus und tanzt sich die Sorgen aus dem Leib. Dabei weiß sie nicht, in welche Schwierigkeiten sie sich mit der Rumtreiberei bringt und auch nicht, was der gutaussehende Asiate Irves von ihr möchte. Doch dieser weiß mehr über ihren Zustand als sie glaubt…

Was Anfangs noch sehr vielversprechend und vorallem spannend begann, änderte sich radikal nach den ersten 200 Seiten. Anfangs fand ich die Handlung noch recht gut. Zoë war mir sofort sympathisch und ich konnte ihr Leiden und Handeln immer gut nachvollziehen, doch war sie einer der wenigen Charaktere, mit denen ich so gut auskam. Zu einem ist da der männliche Protagonist French, mit dem ich da viel weniger anfangen kann. Ich kann sein Handeln zwar nachvollziehen, doch ich find ihn im Gegensatz zu Zoë keineswegs interessant. Umso bedauerlicher ist es, dass die Geschichte immer im Wechsel zwischen Zoë und French erzählt wird, wobei ich Zoë’s Sicht immer sehr gerne gelesen habe, mich French’s Abschnitte dagegen weniger angeregt haben. Sollte vielleicht auch erwähnt werden, dass French’s Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt sind, ganz im Gegensatz zu Zoë’s Abschnitten, was mich desöfteren sehr irritierte.
Irves, der eigentliche Protagonist, wie ich gedacht habe, fand ich dagegen um einiges interessanter als French und er war mir auch um einiges sympathischer. Ich find es schade, dass er nicht der Protagonist ist, sondern nur ein Nebencharakter. Dabei gehören die Kapitel, in denen er auch vorkommt, zu meinen liebsten im ganzen Buch.

Die Story finde ich sehr gut ausgearbeitet, jedoch hat sie mich nie richtig in den Bann gezogen. Die Spannung blieb während des Lesens beiseite und die Auflösung zum Ende hin hat mich auch nicht vom Hocker gehauen. Es war gut. Aber nicht mehr. Nicht aufwühlend und mitfiebernd. Einfach nur okay.

FAZIT
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Eigentlich eine ganz gute Idee mit einigen sympathischen Charakteren, nur hat mir während des Lesens und besonders zum Ende hin der Aha-Effekt gefehlt.