SPLITTERHERZ
BETTINA BELITZ

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Autor: Bettina Belitz
Titel: Splitterherz
Genre: Young Adult, Romance
Erscheinungsdatum: 07. Januar 2010
Seiten: 630
Verlag: Script 5
ISBN: 978-3839001059

Reihe:
Splitterherz
(Rezension)
Scherbenmond
(Januar 2011)
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KURZBESCHREIBUNG
Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.

REZENSION

ERSTER SATZ
Etwas hat sich verändert.

Elisabeth Sturm ist gezwungen mit ihren Eltern aus der Großstadt Köln aufs Land zu ziehen. Sie ist mehr als unglücklich über diese Entscheidung, doch leider kann sie dagegen nichts tun. Doch Ellie’s Entscheidung ändert sich schlagartig, als sie Colin kennenlernt, der ein Geheimnis zu verbergen hat. Ellie ist faszinierd von dem geheimnisvollen Jungen, doch erstaunlicherweise ist ihr Vater dagegen, dass Ellie sich weiterhin mit Colin trifft. Sie glaubt, dass ihr Vater sein Geheimnis kennt, doch er spricht nicht mit ihr über Colin. Er verlangt nur,  dass sie sich von ihm fernhält, doch das steht für sie nicht zur Debatte, selbst als sie hinter Colin’s Geheimnis kommt und auch das von ihrem Vater…

Ich weiß gar nicht richtig, wo ich anfangen soll, weil ich das Buch vor einem Jahr gelesen habe und die Rezension etwas spät folgt. Aber gut, ich versuche es einfach mal.

SPLITTERHERZ ist ein Buch, welches einfach wunderschön ist und mir auf jedenfall im Gedächtnis geblieben ist und es noch sehr lange bleiben wird. Dieses Buch hat eine großartige Stimmung, die sehr gut zum Frühling passt – zu der Zeit habe ich das Buch letztes Jahr auch gelesen und hat es auch allemal zu etwas Besonderem gemacht.

Das Buch ist, wie einige vielleicht gemerkt haben sollte, sehr dick. Ich persönlich dachte, dass es vielleicht langatmig werden könnte, doch ich war überrascht, als es nicht so war. Ich kann verstehen, wenn einige das nicht so sehen, denn in den ersten hundert Seiten ist handlungstechnisch nicht sehr viel passiert. Ellie zieht in die neue Stadt und lernt erstmal alles kennen – doch wie BETTINA BELITZ das alles rüberbringt, find ich einfach sehr unterhaltsam und harmonisch. Mir hat es sehr gefallen Ellie’s neue Umgebung mit ihr kennenzulernen, weil mir BELITZ’S Schreibstil sehr gefällt und man sich beim Lesen einfach sehr wohl fühlt. Da hat es mich nicht gestört, dass die ‚eigentliche‘ Handlung später beginnt und man auch recht spät hinter den Grundgedanken kommt, weil es einfach toll rübergebracht ist und man merkt, worauf BETTINA BELITZ bei ihren Büchern sehr großen Wert legt. Vor allem das BELITZ so sehr auf die Natur eingegangen ist, finde ich schön und das hat sie auch sehr künstlerisch eingearbeitet und hat – wie schon gesagt – sehr zur Jahreszeit gepasst! Die Atmosphäre passt einfach.

Zur Handlung kann ich sagen, dass sie auf jedenfall anders ist. Ich habe ein ähnliches Buch noch nicht gelesen und das hat mich vom ersten Augenblick an fasziniert. Vor allem das die Autorin nicht die typischen Klischee’s aufgegriffen hat, finde ich sehr positiv! Die Geschichte hat sehr viel Eigenes.

Dann die Charaktere. Ellie ist eine sympathische Protagonistin. Ich find es gut, dass BETTINA BELITZ sich auch mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt hat und man als Leser so viel über ihren Charakter erfahren hat. Gut finde ich vor allem, dass sie nicht immer so sympathisch war, wie im Buch, sondern vor dem Umzug eine kleine rebellische Phase hatte, in der sie Dinge getan hat, die sie später bereut und die nicht immer richtig waren, wie zum Beispiel mit Absicht schlechte Noten schreiben, um nicht immer als Streberin zu gelten oder sich piercen lassen. Ich finde, dass diese Dinge sie sehr menschlich erscheinen lassen.
Und dann natürlich der männliche Gegenspieler Colin. Zu Colin will ich jetzt nicht viel sagen, außer das er ein sehr interessanter Charakter ist. Mir gefällt er sehr, weil er einfach anders ist – und vor allem nicht perfekt. Aber das sieht jeder anders. Aber ich finde, dass er ein rundum interessanter Charakter ist.
Eine weitere wichtige Rolle spielen Ellie’s Eltern, die ebenfalls sehr authentisch rübergebracht werden.

BETTINA BELITZ’S Schreibstil sehr angenehm. Ich glaube das es einer der Gründe ist, weswegen die ersten hundert Seiten Beschreibungen und derartiges so toll und glaubhaft rüberkommen. Wären die Natur- und Wetter-Beschreibungen einfach ganz langweilig hingeplätschert worden, wäre das Buch nicht so großartig. Ich empfinde ihren Schreibstil deswegen als sehr künstlerisch und finde, dass sie was Eigenes hat.

FAZIT
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Ein wunderschönes Jugendbuch mit großartiger Atmosphäre, die einfach eine tolle Fortsetzung verspricht. Hoffentlich täusche ich mich damit nicht.

ASCHEHERZ
NINA BLAZON

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Autor: Nina Blazon
Titel:
Ascheherz
Genre: Fantasy, Young Adult
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2011
Seiten: 544
Verlag: Cbt
ISBN: 978-3570160657

Hiermit bedanke ich mich beim Cbt Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

KURZBESCHREIBUNG
Ihr Kuss meint Tod, ihre Liebe Leben

Seit einem Unfall ist Summers Gedächtnis wie ausgelöscht. Sie weiß nur eines: Der Blutmann, der sie in ihren Albträumen verfolgt, ist nun in ihr Leben getreten und will sie töten. Und er scheint nicht der Einzige zu sein, der sie verfolgt. Der geheimnisvolle, engelhaft schöne Anzej rettet ihr das Leben. Auf ihrer gemeinsamen Flucht in das ferne Nordland muss Summer erkennen, welchen Verrat sie vor Jahrhunderten begangen hat: Einst gehörte sie zu den Zorya, deren Kuss den Sterblichen den Tod bringt. Doch einem Mann mit sanften Augen, der in ihren Armen sterben sollte, schenkte sie die Ewigkeit. Nun fordert Lady Mars, die Herrin des Todes, das Leben zurück, um das sie betrogen wurde. Kann Summer den Tod ein weiteres Mal überlisten oder muss sie ihre Liebe opfern, um selbst Lady Mars tödlichem Kuss zu entgehen?

REZENSION

ERSTER SATZ
In den Nächten, die dem Blutmann gehörten, wagte Summer kein zweites Mal einzuschlafen.

Als Summer vor knapp eineinhalb Jahren ohne Erinnerungen erwacht, versucht sie sich ein neues Leben im Theater aufzubauen. Dort spielt sie die Sommerkönigin und erlügt sich im wahren Leben eine neue Identität, denn sie weiß nichts mehr über ihre Vergangenheit. Nachts plagen sie schreckliche Albträume über einen Mann – den Blutmann. Jede Nacht findet sie sich voller Angst auf dem Richtplatz wieder, gefesselt und bangend um ihr Leben. Wenn es doch nur Albträume wären. Doch plötzlich erscheinen Anzeichen, dass wirklich jemand hinter ihr her ist – mit denselben Handschuhen, die der Blutmann trägt, und demselben Schwert. Als sie eines Abends von ihm angegriffen wird, weiß sie was zutun ist. Sie muss erneut fliehen und sich wieder eine neue Identität erschaffen. Dabei stößt sie auf Anzej, den sie mit auf die Flucht nimmt, auch wenn nicht ganz freiwillig. Immerhin ist er ein Fremder und sie sprechen noch nicht einmal dieselbe Sprache. Dennoch fühlen sie sich gleichgesinnt und als er ihr dann noch aus der Patsche hilft, bleibt ihr nichts anders übrig, als ihn mitzunehmen und mit ihm ein neues Leben zu beginnen…

Mein drittes Buch von Nina Blazon und mein zweites Fantasybuch von ihr. Ich muss zugeben, dass mich ihr erstes Fantasybuch nicht überzeugen konnte, dafür dieses umso mehr. Es ist eine wunderschön ausgedachte Geschichte mit neuen Ideen, großartigen Charakteren und dem typischen Schreibstil von Nina Blazon. Die Welt, die sich die Autorin ausgedacht hat, ist einzigartig und einfach nur traumhaft. Dieses Buch konnte mich wirklich vollends überzeugen und lässt mich wieder auf weitere fantastische Bücher von Nina Blazon hoffen!

Das Buch ist in fünf Teile unterteilt. Jeder Teil beinhaltet einen wichtigen Handlungsablauf, um den es sich dreht. Dabei ist mir beim Lesen aufgefallen, dass ich den ein oder anderen Teil mehr mag, was nichts ungewöhnliches ist. Aber der zweite Teil im Buch ist, meiner Meinung nach, etwas langatmig. Trotz des großartigen Schreibstils konnte mich dieser Part nicht ganz überzeugen und hätte ein wenig gekürzt werden können, da die Spannung nachlässt. Beim Lesen saß ich deswegen die meiste Zeit in diesem zweiten Teil fest und kam nicht richtig weiter.
Sonst war das Buch spannungstechnisch sehr gut. Es ist zwar kein Buch, bei dem ich mir dachte, dass ich auf der Stelle weiterlesen muss, aber eines was ich gerne weitergelesen habe und weiterlesen wollte, weil ich gerne in die traumhafte Welt eingetaucht bin und einfach nur Spaß beim Lesen hatte.

Die Geschichte ist was vollig Neues. Sie spielt, glaube ich, in derselben Welt in der auch FAUNBLUT spielt, weswegen ich mich frage, wieso ich dieses Buch noch nicht gelesen habe! Es ist eine wundervoll durchdachte Welt, die sehr an unsere anlehnt, jedoch völlig anders ist. Man bekommt beim Beginn des Lesens keine Vorkenntnisse über die einzelnen Gebiete und deren Sitten, aber nach und nach bekommt man ein sehr genaues Bild über die entworfene Welt und merkt wie genau und detailreich sie doch gestaltet ist, und vor allem wie fantasievoll! SPOILER Am meisten gefällt mir die Gattung der Zorya. Die Todesboten, die zu den Faltern der Luft gehören. Es ist was völlig Neues und hebt sich von den typischen Spezien ab. Außerdem beinhaltet sie Gattung viele schöne Ideen, wie zum Beispiel das deren Mäntel aus Falterflügeln bestehen oder das sie immer eine Maske tragen. SPOILER ENDE
Dadurch das man von Anfang an nichts über die Vergangenheit von Summer weiß, baut sich sehr viel der Geschichte aus ihren Erinnerungsfetzen zusammen, die Anfangs sehr in die Irre führen, sich am Ende jedoch zusammensetzen und somit die Lösung der Geschichte präsentieren.

Summer ist ein sehr glaubwürdiger Charakter. Ihre Emotionen kommen durch ihre Erzählperspektive sehr gut zum Vorschein. Trotz ihrer fehlenden Erinnerungen, ist sie ein sehr starker Charakter, der jedoch auch Schwächen hat, die sie im Laufe des Buches findet. Und obwohl sie die Protagonistin ist, ist sie wie Anzej und der Blutmann ein sehr undurchschaubarer Charakter, da nichts aus ihrer Vergangenheit von Anfang an klarsteht, sondern von Seite zur Seite erst aufgeklärt wird. Einem wird klar, dass man nichts über Summer weiß und womit man es eigentlich zutun hat.

Die Liebesgeschichte im Buch kommt sehr langsam zum Vorschein. Durch die vielen wechselnden Haupt- und Nebencharakteren, weiß man eigentlich nicht, welcher Charakter denn jetzt wirklich eine größere Rolle spielt und wer nicht. So weiß man Anfangs eigentlich auch nicht, wer jetzt ein Teil der Liebesgeschichte ist und wer nicht und man wird da öfters überrascht. Doch am Ende baut sich alles zu einer sehr schönen und romantischen Geschichte zusammen, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Wenn es um den Schreibstil von Nina Blazon geht, fange ich nur mit dem Schwärmen an, denn da ist die Autorin einfach die Nummer Eins. Sie hat einen wunderschönen Schreibstil, der keineswegs übertrieben ist, sondern toll zur Geschichte passt. Sie schreibt sehr bilderreich, fast schon poetisch. Ihr Schreibstil hat mich schon in ihrem ersten Buch überzeugen können und mit jedem Buch hat er sich nur noch gesteigert. Außerdem zeigt er, dass sie ein Talent für detailtreue Beschreibungen und ausdrucksstarke Emotionen der Charaktere hat.

FAZIT
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Was kann man zum Schluss eigentlich noch sagen? Eigentlich nur, dass es ein wunderschönes Buch ist, dass ich jedem ans Herz legen kann. Wer eine fantasievolle Liebesgeschichte sucht, ist damit bestens bedient. Wer einfach nur ein tolles Fantasieabenteuer sucht, ist damit auch gut bedient, denn dieses Buch enthält von allem etwas. Außerdem ist das Cover etwas Schönes fürs Auge, also was spricht gegen dieses Buch?

EREBOS von URSULA POZNANSKI

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Autor: Ursula Poznanski
Titel: Erebos
Genre: Sci-Fi / Fantasy, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 07. Januar 2010
Seiten: 481
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785569573

Hier bedanke ich mich nochmals beim Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

REZENSION

ERSTER SATZ
Es beginnt immer nachts.

Als an Nick’s Schule eine CD mit geheimen Inhalt rumgereicht wird, möchte er nichts anderes, als auch an so eine CD kommen. Viele seiner Freunde, auch sein bester Freund Colin, scheint bereits im Besitz einer solchen CD zu sein und ist seitdem kaum ansprechbar. Er geht nicht ans Telefon, kommt nicht zur Schule, und wenn er doch da ist, dann spricht er mit Leuten, die ebenfalls diese geheimnisvolle CD haben.
Doch dann gerät Nick selbst an eine solche CD. Doch es gibt Regeln. Er darf diese CD nur annehmen, wenn er einen eigenen PC hat. Keiner sonst darf diesen PC benutzten und er darf mit niemanden über den Inhalt sprechen. Nick stimmt zu und findet sich darauf in dem Rollenspiel EREBOS wieder. Anfangs kann er nicht viel damit anfangen. Das spielt lädt lang und bricht plötzlich ab, doch Nick gibt nicht auf. Eher er sich versieht, ist er tiefer drin, als er gedacht hätte. Auch er wird süchtig von EREBOS, schwänzt die Schule und vernachlässigt seine Freunde. Als EREBOS anfängt, in sein reales Leben einzugreifen, denkt sich Nick nichts dabei. Es scheint, als könnte das Spiel seine Gedanken lesen, doch dies scheint irrsinnig. Doch als die Aufgaben an Nick, die er im realen Leben durchführen soll, immer gefährlicher und sogar tödlich werden, sieht auch er, das mit dem Spiel etwas nicht stimmt…

Ich habe das Buch angefangen und war skeptisch – und das obwohl ich es unbedingt lesen wollte. Das Buch hat gut angefangen, doch als es zu dem Computerspiel EREBOS kam, wurde ich quängelig. Ich mochte das Computerspiel als Handlung des Buches nicht und das hat mich abgeschreckt, weil ich dachte, dass es bis zum Ende nur als Spiel weitergeht. Doch das tat es nicht und das beruhigte mich. Doch je mehr ich las, desto gleichgültiger wurde es mir mit dem Spiel. Als es dann noch anfing in Nick’s reales Leben einzugreifen, wurde es einfach genial und ich gewöhnte mich an den Handlungsort. Die Spannung lässt ab da nicht mehr ab und steigert sich von Seite zu Seite. Unbedingt möchte man hinter das Geheimnis des Spiels kommen und wissen was sich wirklich abspielt! Und wenn man es dann fertig hat, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus, weil man alles andere erwartet hätte – nur nicht das, was man dann soeben gelesen hat.

Nick ist als Protagonist sehr glaubwürdig, vor allem wegen der Spielsucht, dem er zum Verhängnis wird. Wo er anfangs noch ein sehr sympathischer Charakter ist, verliert er mit der Zeit an Sympathie durch sein Handeln, die er später jedoch wieder gekonnt aufbaut. Ich finde seine Entwicklung im Buch sehr glaubwürdig und das ist einer der Gründe, wieso das Buch so genial ist! Sein Handeln ist nie abgedroschen oder überdreht, sondern von vorne bis hinten glaubhaft und verständlich.
Auch die Nebencharaktere sind nicht ohne. Bis zum Schluss fiebert man mit und möchte unbedingt wissen, wer sich den hinter welchem Spielcharakter versteckt.

Ursula Poznanski’s Schreibstil ist sehr abwechslungsreich. Während sie das Spiel sehr detaliert und actionreich beschreibt, hält sie sich im realen Leben eher knapp. Was keinesfalls negativ ist, sondern zeigt, wie sehr sich das Spiel von Nick’s realen Leben unterscheidet. Mir kam es jedenfalls so vor, als würde er das Spiel mit jeder Faser aufsaugen, während er seine richtige Umgebung nur kurz angebungen beschreibt. Für mich ist es ein gelungener Umschwung.

FAZIT
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Ein wirklich geniales und einzigartiges Buch. Als ich es gelesen habe, hätte ich nicht gedacht, dass es sich in diese Richtung entwickelt und wurde enorm überrascht. Unbedingt lesen!

NACH DEM SOMMER
MAGGIE STIEFVATER


Autor: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Shiver
Genre: Fantasy, Romance
Erscheinungsdatum: 11. September 2010
Seiten: 423
Verlag: Script 5 Verlag
ISBN: 978-3839001080

Reihe:
Nach dem Sommer
(Rezension)
Ruht das Licht
In deinen Augen

KURZBESCHREIBUNG
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

REZENSION

ERSTER SATZ
Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde.

Nachdem Grace als kleines Kind von den Wölfen in ihrem Wald angegriffen wurde, faszinieren sie diese Lebewesen. Jeden Winter wartet sie auf die Tiere, denn in Sommer sind sie spurlos verschwunden. Vor allem zu einem Wolf fühlt sie sich hingezogen, und zwar das Tier mit den wunderschönen gelben Augen.
Als Grace im kommenden Spätsommer auf Sam, einen schwarzhaarigen Jungen mit gelblichen Augen, trifft, weiß sie, dass es sich bei ihm um ihren Wolf handelt. Doch ihre gemeinsame Zeit hält nicht lange an, denn es könnte sein das sie nur diesen einzigen Sommer zusammen haben. Nach dem Sommer wird Sam wieder zum Wolf und es könnte sein, dass er sich danach nie wieder zurückverwandelt.
Dazu kommt noch das in Grace Schule Jack  von den Wölfen angegriffen wurde und seine Leiche nicht gefunden wurde. Für Grace und Sam ist klar was es mit Jack auf sich hat und sie wollen ihn finden, um ihn über seinen Zustand zu informieren, doch Jack will nicht gefunden werden und treibt stattdessen sein eigenes Ding, was seiner Schwester Isabel Sorgen macht…

Ich war sehr schnell in der Geschichte drin. Durch die kurzen, aber sehr schönen und gefühlvollen Kapitel, findet man sich schnell ein. Man möchte mit dem Lesen auch gar nicht mehr aufhören, weil man sich immer sagt „Ach, das nächste Kapitel hat doch nur vier Seiten. Dann kann ich das auch noch lesen.“ Und so geht das immer weiter, bis man dann merkt, dass man doch siebzig Seiten gelesen hat.

Storytechnisch geht die Geschichte sehr schnell voran, was mich anfangs auch sehr überrascht hat. Nicht negativ, aber ich hab es mir dennoch ein wenig langsamer vorgestellt. Aber gut, schlechter hat es das Buch nicht gemacht. Im Gegenteil man hat ziemlich schnell reingefunden und so wurde es wenigstens nicht langweilig.

Mir haben die Charaktere gefallen. Manchmal fand ich Grace ein wenig blöd, aber das hat sich schnell wieder geändert. Eigentlich ist sie durch und durch ein sehr sympathischer Charakter.
Sam hingegen ist großartig. Er hat mich ganz überzeugt, vor allem weil er im Sommer in einem Bücherladen jobbt und genauso verrückt nach Büchern ist, wie nach Musik ;D Er ist mir sehr ans Herz gewachsen und ist ein sehr tiefgründiger Charakter, dem ich sein Handeln auch immer abkaufen konnte und über den ich gerne gelesen habe.
Die Nebencharaktere haben auch ihren Reiz. Einige mehr als andere. Zum Beispiel mag ich Rachel sehr. Sie scheint eine sehr süße Freundin zu sein. Isabel wurde mir mit Zeit zu Zeit auch immer sympathischer, vor allem wegen ihrer Sorgen ihrem Bruder Jack gegenüber. Auch ihr konnt ich alles abkaufen.
Nur Olive hat mich ein wenig gestört muss ich sagen. Mich persönlich hat es am Ende gestört, dass sie SPOILER ohne sich bei ihren Eltern oder anderen Freunden zu verabschieden einfach abhaut um als Wolf zu leben. Mag ja sein das sie das glücklich macht, aber so verantwortunglos sollte kein Kind gegenüber ihren Eltern sein, denn sie hätte das auch anders klären können und das hat mir das Bild von ihr ein wenig ruiniert. SPOILER ENDE.

Der Schreibstil ist ein sehr großer Pluspunkt! Er ist einfach wunderschön. Maggie Stiefvater beschreibt die Gefühle der Charaktere so wundervoll und herzzerreißend. Und auch Landschaftsbeschreibung, vor allem die im Wald, sind wirklich wunderschön gelungen!
Was mir aber am besten gefallen hat, sind die Songtexte die Sam immer in seinem Kopf zitiert. Ich weiß nicht, ob Maggie Stiefvater sie selbst ausgedacht hat oder ob sie aus bekannten Songs sind, aber mir gefällt das sehr und macht mir Sam’s Interessa an Musik auch realistischer.

FAZIT

Ein wunderschöner erster Teil, der auf zwei wunderbare Fortsetzungen hoffen lässt. Könnte sogar passieren, dass ich mir die englische Version ‚Linger‘ zulege, wenn ich nicht länger auf ‚Ruht das Licht‘ warten möchte.

SILBERLICHT
LAURA WHITCOMB

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Autor: Laura Whitcomb
Originaltitel: A Certain Slant of Light
Genre: Fantasy, Romance
Erscheinungsdatum: 11. März 2010
Seiten: 310
Verlag: Pan Verlag
ISBN: 978-3426283288

Hier bedanke ich mich nochmals beim Pan Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer „Bewahrer“, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt…

REZENSION

ERSTER SATZ
Jemand sah mich an; ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist.

Helen ist tot – aber irgendwie auch nicht. Sie existiert. Zwar nicht als Mensch, dennoch als Licht. Keiner kann sie sehen, nur ihre Beschützer können sie fühlen und da es sich bei ihren Beschützern fast immer um Künstler handelt, ist sie eine Art Muse für sie.
Ihr neuer Beschützer ist Lehrer an einer Schule und als Helen eines Tages merkt, wie ein Junge sie im Unterricht beobachtet, bekommt sie Angst. Denn eigentlich ist sie für Menschen unsichtbar und sie kann sich nicht erklären, wie der Junge sie angesehen haben kann.
Es stellt sich heraus, dass der Junge namens James ebenso verstorben ist wie sie, und als Licht auf der Welt blieb. Doch im Gegensatz zu ihr, hat James es geschafft sich einen neuen leeren Menschenkörper zu besorgen in dem er sich eingenistet hat.
Als James und Helen sich ineinander verlieben, sich aber nicht berührern können, beschliessen sie einen leeren Körper für Helen zu finden. Doch die Suche stellt sich als sehr schwer heraus, denn die Familie des leeren Menschen kann man sich nicht aussuchen und dabei trifft Helen nicht auf die besten Lebensvorraussetzungen…

Mit Silberlicht hat die Autorin Laura Whitcomb ein sehr poetisches und rührendes Buch geschaffen. Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, die in den Bann zieht und mit Helen und James mitfühlen lässt. Man fühlt sich den Charakteren sehr verbunden und durch die wirklich großartig beschriebenen Gefühle, fühlt man sich ein wenig verzaubert und man wünscht sich nicht anderes als ein Happy-End für die beiden Hauptprotagonisten.

Mich hat das Buch nicht losgelassen. Die Geschichte ist einfach traumhaft und irgendwie auch schrecklich zugleich wenn man an die Verbannung von Helen und James auf der Erde denkt, die anscheinend die einzigen zwei Personen ihrer Spezies sind und sich auf keinen anderen als auf sich selbst verlassen können. Sie haben nur sich selbst. Und genau deswegen versuchen sie das beste aus ihrer Situation zu machen und verlieben sich dabei unsterblich ineinander und die Geschichte ist einfach so spannend und romantisch geschrieben, dass man sie nur schwer zur Seite legen kann.

Helen ist ein sehr liebeswerter Charakter. Ihr Handeln ist immer nachvollziehbar und nie an den Haaren herbeigezogen. Genauso wie James, der einem mit seinem alten Akzent und seine Art zu sprechen und zu schreiben schnell ans Herz wächst.
Doch fast genauso toll wie die Hauptprotagonisten selbst, sind die kleinen wichtigen Nebencharaktere, wie zum Beispiel die Familien der leeren Körper in denen die beiden zu leben beginnen. Besonders der ‚Bruder‘ von James, der anfangs eigentlich sehr hart und brutal rüberkommt, sorgt sich nur um die Gesundheit seines Bruders und möchte das Beste für ihn, auch wenn er das nicht immer auf leichtestem Wege preisgibt.

Der Schreibstil ist wunderschön! Er ist leicht poetisch und liest sich wirklich großartig. Er ist wirklich eine der beeindruckendsten Aspekte im Buch und macht es mit Sicherheit zu etwas besonderem. Ich kann da der Autorin nur großes Lob aussprechen, vorallem weil es sich um ihr erstes Werk handelt!

FAZIT
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Ein sehr schöner Roman über eine übernatürliche Liebe, der jedoch noch andere wichtige Themen anspricht wie die eigene Familie, den Tod und was danach folgt. Ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen.

CLOCKWORK ANGEL
CASSANDRA CLARE

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Autor: Cassandra Clare
Titel: Clockwork Angel
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 31. August 2010
Seiten: 476
Verlag: Walker Books
ISBN: 978-1406321326

Clockwork Angel
Clockwork Prince (Sept. 2011)
Clockwork Princess (Nov. 2012)

KURZBESCHREIBUNG
Magic is dangerous –
but love is more dangerous still

When sixteen-year-old Tessa Gray arrives in England during the reign of Queen Victoria, something terrifying is waiting for her in London’s Downworld, where vampires, warlocks and other supernatural folk stalk the gaslit streets. Friendless and hunted, Tessa seeks refuge with the Shadowhunters, a band of warriors dedicated to ridding the world of demons. Drawn ever deeper into their world, she finds herself fascinated by – and torn between – two best friends and quickly realizes that love may be the most dangerous love of all.

REZENSION

ERSTER SATZ
The demon exploded in a shower of ichor and guts.

Als Tessa’s Tante in New York plötzlich verstirbt, schickt ihr Bruder ihr ein Ticket zu ihm nach London. Doch in London kommt es zu keinem gemeinsamen Treffen, denn sie wird am Hafen von den Dark Sisters abgefangen. Diese locken sie mit zu sich ins Dark House, wo sie sie gefangen halten, für ihre Zwecke missbrauchen und sie für den geheimnisvollen Magister ausbilden. Denn dieser Magister, hält ihren Bruder gefangen und lässt ihn nur frei, wenn sie seine Anweisungen befolgt.
Bevor Tessa überhaupt versteht, was vor sich geht, steckt sie viel tiefer drin als sie glaubt, weil die Schattenjäger des Londoner Instituts auf sie aufmerksam werden. Denn Tessa scheint eine Gabe zu haben, die vor ihr noch niemand gehabt hat, und mit dieser Gabe soll sie nicht nur ihrem Bruder helfen, sondern auch den Schattenjägern unter die Arme greifen.
Dabei findet sie sich ziemlich schnell zwischen den beiden Schattenjägern Will Herondale und Jem Carstairs wieder, die beide eine gewisse Anziehungskraft auf sie ausüben.

Ich habe so lange gewartet. So lange gehofft und mich so lange gefreut. Lange habe ich auf dieses Buch hingewartet und dann hatte ich es plötzlich in meinen Händen – und zwar viel schneller, als ich gedacht hätte. Sofort habe ich mich daraufgestürzt und habe mir beim Lesen Zeit gelassen, weil ich es nicht sofort auslesen wollte. Auch wenn es manchmal echt schwerfiel, denn das Buch ist großartig, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich muss sagen, dass ich Anfangs teilweise ein wenig enttäuscht war, weil ich mir zu viel erhofft hatte. Viel zu schnell habe ich mir die Action von den vorigen Büchern und die Spannung und vorallem Romantik gewünscht, was aber im Laufe des Buches immer zurückgeschoben wird und mehr in der zweiten Hälfte auftaucht. Zum Ende hin war es deswegen umso schwerer das Buch aus den Händen zu legen und es nicht einfach schnell wegzulesen.

Die Story beginnt, muss ich leider gestehen, etwas langatmig. Also nicht wirklich langatmig, sondern eher etwas unspektakulär und ich würde sogar sagen langweilig. So empfand ich es jedenfalls. Aber dann kam auch schon Will und die Geschichte kam in Schwung. Zwar immer noch nicht so, wie ich es mir erhofft hatte, aber es wurde langsam.
Aber wenn sie dann angefangen hat, dann richtig. Ab der Hälfte war ich dann wieder richtig drin und hab nur noch mitgefiebert.
Zurück zur Story. Denn die ist ganz schön anders. Ich meine – hallo? – Roboter-Monster im viktornianischem London? Wenn das nicht verrückt ist. Aber auch gut! Das muss ich sagen. Es hat mich anfangs ehrlichgesagt skeptisch gemacht. Aber es ist toll umgesetzt, deswegen gibt es keinen Grund zur Sorge. Das hat Cassandra Clare nämlich toll geschafft!
Mehr möchte ich zur Story auch nicht sagen, denn es ist meiner Meinung nach besser, wenn man sich einfach überraschen lässt. Ich wusste nämlich auch nicht viel als ich es angefangen habe, außer die Kurzbeschreibungen der Charaktere, die man sich auf der Homepage von Cassandra Clare durchlesen konnte.

Muss ich zu den Charakteren eigentlich noch was sagen? Da hat Cassandra Clare wieder tolle Arbeit geleistet. Tessa ist ein richtig sympathischer Hauptcharakter, mit der ich mich besonders identifizieren konnte aufgrund ihrer Liebe zu Büchern. Durch die vielen Buchnamen die Clare in CLOCKWORK ANGEL erwähnt, habe ich richtig Lust bekommen mir mal die ein oder andere Lektüre zu kaufen, um mir selbst ein Bild zu machen. Vor allem, weil die meisten auch im viktorianischem Zeitalter spielen.
Und bevor ich zu den anderen Charaktere wandere, will ich jetzt erstmal aussprechen, dass ich wohl zur Fraktion Team Will gehöre. Wieso? Weil Will großartig ist! Er hat mich wegen seiner sarkastischen Art zwar wirklich manchmal an Jace erinnert, aber trotzdem ist er anders. Noch ein wenig mehr Badboy, aber trotzdem charmant. Aber davon muss man sich selbst ein Bild machen.
Das heißt aber nicht, dass mir Jem nicht gefallen hat. Denn der ist auch süß, aber dennoch das Ebenbild zu Will. Trotzdem ein eigener toller Charakter, den ich richtig gut leiden kann!
Was ich noch super finde, ist, dass Cassandre Clare die MORTAL INSTRUMENTS mit der neuen Reihe THE INFERNAL DEVICES verbindet. So trifft man auf alte Charaktere wieder. In dem Buch ist es zum Beispiel Magnus Bane. Einer der tollsten Charaktere aus THE MORTAL INSTRUMENTS, darf der Leser mal aus einer anderen Perspektive erleben – und zwar als Gentleman in London. Toller Abwechslung!
Die Nebencharaktere sind ebenfalls interessant ausgearbeitet, auch wenn man noch nicht viel über sie erfahren hat. Aber dies dürfte sich in den nächsten Bänden ändern.

Was ich nochmals erwähnen muss, und womit Cassandra Clare bei mir erneut einen Pluspunkt kassiert hat, ist die Kulisse. Viktorianisches London. Wirklich, Clare? Ich liebe es. Als ich das ganz am Anfang erfahren habe, wusste ich, dass ich dieses Buch haben muss. Ich meine, die Frau haut eine meiner Lieblingsmetropolen raus nach der anderen. Erst New York, dann London im viktorianischem Zeitalter! Das konnte nur gut werden!

Was ich noch als wichtig empfinde, ist das Buchcover.  Wie toll das Cover doch ist! In echt ist es noch schöner – wirklich. Deswegen kauft euch die englische Ausgabe! Aber ich würde jedem raten, der wie ich, Knicke im Bücherrücken und sonstige Misshandlungen an Büchern hasst, eine andere Ausgabe zu kaufen. Diese Ausgabe sieht aus, als wäre sie bereits über zehn Jahre alt und als ob ich sie fünfzig mal gelesen hätte. Deswegen werde ich mir sehr wahrscheinlich noch die gebundene Ausgabe zulegen, weil ich das so nicht haben kann.

Im Großen und Ganzen konnte mich CLOCKWORK ANGEL vollends überzeugen – trotz der kleinen Anfangsschwierigkeiten. Denn das haben die anderen Pluspunkte alle weg gemacht!

FAZIT
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Ein toller Auftakt einer neuen Geschichte über die Schattenjäger zur viktorianischen Zeit in London! Ich liebe diese Welt voller Magie und Romantik.

DAS SPIEL. DAS TAL SEASON 1
KRYSTYNA KUHN

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Autor: Krystyna Kuhn
Titel: Das Spiel
Genre: Young Adult
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2010
Seiten:
298
Verlag: Arena Verlag
ISBN: 978-3401064727

Reihe:
SEASON 1
Das Spiel (Rezension)
Die Katastrophe (Rezension)
Der Sturm (Rezension)
Die Prophezeiung (Feb. 2011)

Hier bedanke ich mich nochmals beim Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

KURZBESCHREIBUNG

Es ist dunkel.
Es liegt mitten im Nirgendwo.
Und es birgt ein schreckliches Geheimnis…

Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die neuen Studenten ihre Ankunft im Grace-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen springt in der Dunkelheit in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen – doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl Angela Finder tatsächlich spurlos verschwunden ist. Aber sie kann nicht in den See gesprungen sein. Denn Angela sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl…

REZENSION

ERSTER SATZ
In einer Höhe von knapp zweitausend Metern wurde Julia vom Quietschen der Bremsen aus dem Halbschlaf gerissen.

Julia und ihr Bruder Robert werden auf ein Eliteinternat nach Kanada geschickt. Dieses Internat befindet sich versteckt in den hohen Bergen, mitten in einem Tal. Um dieses Tal nicht oft verlassen zu müssen, befindet sich auf dem Campus alles, was man zum Leben und fürs Vergnügen braucht. Supermärkte, ein Kino, Schwimmbäder und ein großer See.
Julia fühlt sich vom ersten Moment an eingesperrt. Ihr Bruder, der alles noch viel schlechter einsteckt, bekommt Panikattacken und Albträume. Nachdem Robert bei der Einweihungsparty dann ein Mädchen in den See springen sieht und sie nicht mehr auftaucht, fühlt er sich alleingelassen und betrogen, weil seine eigene Schwester ihm keinen Glauben schenkt und er als Einziger weiß, dass er Recht hat und das sich üble Sachen im Tal abspielen.

Das Buch ist irre. Es ist einer dieser Bücher, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil es einfach so geheimnisvoll und fesselnd ist.
Es ist unheimlich spannend und KRYSTYNA KUHN hat es einfach drauf, alles so verwirrend darzustellen, dass man bis zum Schluss nicht weiß, was eigentlich vor sich geht.
Die Grundidee ist meiner Meinung nach einfach klasse, weil ich ein totaler Fan von Internatsgeschichten bin und mit der Reihe genau ins Schwarze getroffen habe.

Julia ist als Erzählende sehr interssant, weil sie ein Geheimnis zu haben scheint, was sie jedoch zu verdrängen versucht und bis zum Schluss nicht preisgibt. Es war teilweise zum Verrücktwerden, es hat die Geschichte aber umso spannender gemacht.
Julia ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie hat sich wegen ihrer Vergangenheit eine Fassade aufgebaut, von der sie glaubt, dass niemand dahinterschauen kann. Doch da irrt sie sich, denn es gibt jemanden im Tal, der ihr ihre Masche nicht abkauft. Nichtsdestotrotz versucht sie weiterhin alles zu vertuschen und ein neues Leben im Tal zu beginnen, wobei sie keinen guten Start hinlegt.
Mir persönlich ist Julia sehr sympathisch. Ich konnte in den knapp 300 Seiten zwar keine ganz so tiefe Bindung zu ihr aufbauen, aber ich konnte dennoch mit ihr mitfühlen. Das Einzige was ich nicht richtig nachvollziehen kann, ist die Liebesgeschichte. Denn die kommt mir ein wenig zu schnell daher und ist meiner Ansicht auch unglaubwürdig. Der Typ handelt meiner Meinung nach nicht so, wie es zu seinem Charakter passt und die ganze Liebesgeschichte kommt dadurch erzwungen rüber. Das ist aber nur ein kleiner Minuspunkt, der sich in den nächsten Bänden noch ausbügeln lässt.

Neben Julia gibt es natürlich noch andere Charaktere, die eine sehr wichtige Rolle spielen.
Es gibt besser gesagt acht Hauptprotagonisten, die alle grundverschieden sind und alle ihre kleinen oder vielleicht auch großen Geheimnisse haben, was sie so außergewöhnlich und anziehend macht.
Permanent wird man auf die falsche Fährte gelockt und weiß zwischendurch nicht, wem man denn eigentlich vertrauen kann und wem nicht. Dadurch habe ich natürlich auch meine eigene kleine ‚Favoritenliste‘ an Charakteren, die ich persönlich am interessantesten, coolsten oder einfach nur am sympathischsten finde, obwohl man sich selbst nach dem Buch nicht sicher sein kann, ob man mit der Vermutung richtig liegt oder ob der Charakter einfach nur eine gute Fassada hat und KRYSTYNA KUHN einen wieder um die Nase herumführt.
Denn das schafft KRYSTYNA KUHN allemal, denn ich muss zugeben, dass der ‚Bösewicht‘ der Geschichte mir anfangs ein wenig sympathisch war ;D

Der Schreibstil von KUHN ist ausgesprochen gut. Meiner Meinung nach einfach, aber für ein Jugendbuch wie diesem sehr passend. Vorallem scheut sie sich nicht, auch mal das ein oder andere Schimpfwort in die Geschichte einzubauen, was ich gut finde, weil es sehr realistisch rüberkommt. Außerdem baut sie englische Wörter ein, was gut ist, weil es in einem englischsprachigen Internat spielt.
Die Geschichte wird überwiegend aus Julia’s Perspektive erzählt, aber es gibt auch einige Kapitel aus Robert’s, was gut gelöst ist, weil es interessant ist die ganze Situation mal aus einer anderen Sicht zu betrachten. Und es ist schon ein gewaltiger Unterschied es aus Robert’s Sicht zu sehen, weil seine Überlegungen und Gedanken grundverschieden sind und seine Auffassungen noch dazu sehr interessant. Er veranschaulicht alles anhand von mathematischen Beweisen und Formeln.

FAZIT
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Da ich Internatsgeschichten ja liebe, war dieses Buch natürlich ein Muss. Trotz der unglaubwürdigen Liebesgeschichte, vergebe ich die volle Punktzahl, weil mich die Story und die Umsetzung einfach umgehauen hat!